Digitale, Baugenehmigung

Digitale Baugenehmigung: KI-Assistent jetzt in 14 Bundesländern aktiv

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 01:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein neuer KI-Dienst unterstützt digitale Bauanträge in Mecklenburg-Vorpommern, während Berlin, Sachsen und Thüringen die Länderkooperation erweitern.

Mecklenburg-Vorpommern stellt KI-Assistenten für Baugenehmigungen vor
Ein minimalistisches, modernes Architekturbüro mit Blick auf eine Baustelle bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen im Baubereich erhält neue technologische Unterstützung. In Waren an der Müritz haben das Ministerium für Inneres und Bau des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am 15. September 2026 einen neuen KI-Assistenten für das Verfahren der Digitalen Baugenehmigung offiziell vorgestellt.

An dem Termin nahmen Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel und der Beigeordnete des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Torsten Fritz, teil.

Digitale Ausfüllhilfe für Antragsteller

Der neu vorgestellte Assistent soll den Prozess der Antragsstellung erleichtern. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte vom 15. September 2026 ermöglicht es das System, Bauanträge künftig kollaborativ und digital mit Unterstützung der künstlichen Intelligenz auszufüllen. Für den Landkreis steht der Dienst über das Portal mv.digitalebaugenehmigung.de/mecklenburgische-seenplatte/ zur Verfügung.

Wie das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern in seiner Pressemitteilung Nr. 163/2026 mitteilte, wurde das Werkzeug für Bauämter in insgesamt 14 mitnutzenden Bundesländern freigeschaltet. Für die einzelnen Behörden ist der Einsatz der Anwendung dabei nicht verpflichtend, sondern erfolgt auf freiwilliger Basis.

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Erweiterung der Länderkooperation

Parallel zur technischen Weiterentwicklung vergrößert sich das Netzwerk der beteiligten Bundesländer. Das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern informierte darüber, dass das Land Berlin dem Verbund neu beigetreten ist.

Zudem erfährt die bestehende Kooperation im Bereich der digitalen Baugenehmigungsverfahren einen weiteren Ausbau: Eine bereits geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen wurde mittlerweile um den Freistaat Sachsen erweitert.

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Bisherige Bilanz und Potenzial im Bausektor

Das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern legte im Rahmen der Berichterstattung auch Zahlen zur bisherigen Reichweite des Verfahrens vor. Demnach wurden über die Digitale Baugenehmigung bislang fast 120.000 Anträge bearbeitet.

Gleichzeitig verweist das Ministerium auf das verbleibende Potenzial zur Umstellung auf elektronische Verfahren: Bundesweit fallen jährlich ca. 220.000 Baugenehmigungen an. Der Großteil dieser Anträge wird nach wie vor in klassischer Papierform eingereicht und bearbeitet.

Mit der schrittweisen Integration intelligenter Softwarefunktionen und der Einbindung weiterer Partnerländer soll der Anteil der medienbruchfreien, papierlosen Verfahren in der Bauverwaltung künftig gesteigert werden.

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