Digitale Gesundheit: Baden-Württemberg investiert 25 Mio. Euro
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit der Gründung des Vereins MEDI:CUS e.V. stellt Baden-Württemberg die Weichen für die langfristige Steuerung seiner digitalen Gesundheitsinfrastruktur. Die Initiative soll als koordinierende Einheit die strategische Weiterentwicklung der regionalen Plattform MEDI:CUS absichern.
Das Vorhaben verdeutlicht, wie Bundesländer versuchen, die Digitalisierung von Kliniken und Forschungseinrichtungen auf eine dauerhafte organisatorische Basis zu stellen.
Strategische Steuerung und operative Aufgaben ab 2027
Die Plattform MEDI:CUS ist als multicloudbasierte und sichere digitale Infrastruktur konzipiert, die speziell auf die Anforderungen von Krankenhäusern und der medizinischen Forschung ausgerichtet ist.
Für die Realisierung des Projekts stehen erhebliche Mittel zur Verfügung: Gefördert wird das Vorhaben mit über 25 Mio. Euro, wie Quellen berichten, beziehungsweise mit rund 25 Mio. Euro aus dem baden-württembergischen Sozial-, Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium.
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Mit der Vereinsgründung wird die institutionelle Architektur für die kommenden Jahre definiert. Ab 2027 übernimmt der MEDI:CUS e.V. die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Plattform. Die praktische Umsetzung wird parallel aufgeteilt: Während der Verein die übergeordneten Leitlinien vorgibt, soll eine operative GmbH den laufenden technischen und administrativen Betrieb verantworten.
Universitätsklinika als tragende Akteure
Eine zentrale Rolle bei dem Vorhaben kommt den universitären Einrichtungen des Landes zu. Das Universitätsklinikum Heidelberg gehört zu den Gründungsmitgliedern des MEDI:CUS e.V. Zugleich übernimmt Stephan Schulz-Gohritz, Vorstand Finanzen des Universitätsklinikums Heidelberg, eine Funktion als Präsidiumsmitglied im neu gegründeten Verein.
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Durch die direkte Einbindung von Maximalversorgern soll gewährleistet werden, dass die IT-Architektur den komplexen Anforderungen von klinischem Alltag und wissenschaftlicher Datennutzung gerecht wird.
Der Aufbau multicloudbasierter Systeme gilt im Gesundheitswesen als wesentlicher Schritt, um Datensilos abzubauen und gleichzeitig hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards bei der Vernetzung von Versorgung und biomedizinischer Forschung zu wahren.
