DLSS 5: Nvidia stellt KI-Rendering am 3. September vor
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 20:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nvidia hat die Einführung der fünften Generation seiner Deep Learning Super Sampling-Technologie (DLSS 5) für den 3. September 2026 um 21:00 Uhr PT angekündigt.
Die neue Software-Lösung wird zeitgleich mit dem Erscheinen des Videospiels NBA 2K27 verfügbar sein und richtet sich an Nutzer der GeForce RTX 50-Serie sowie Kunden des Cloud-Gaming-Dienstes GeForce NOW. Begleitend zur Veröffentlichung stellt das Unternehmen am selben Tag einen entsprechenden Game Ready Driver zur Verfügung.
Generatives KI-Rendering und neue Grafik-Modelle
Bei DLSS 5 handelt es sich um ein Verfahren, das auf einem sogenannten Pixel Space Diffusion Transformer Model basiert. Im Gegensatz zu früheren Iterationen fungiert die Technologie als generativer KI-Filter, der erst nach dem Rendering auf die zweidimensionalen Bilder angewendet wird. Als Eingabewerte nutzt das System ausschließlich den aktuell gerenderten Frame sowie die dazugehörigen Bewegungsvektoren, um pixelgenaue Ergebnisse zu erzielen.
Die Technologie setzt auf 3D-Guided Neural Rendering, um fotorealistische Effekte wie Subsurface Scattering, Kontaktschatten und eine verbesserte globale Beleuchtung zu erzeugen. Entwickler erhalten dabei Zugriff auf drei unterschiedliche Modelle: Default, Natural und Cinematic.
Über spezifische Regler für die Struktur- und Tonintensität kann das Ergebnis angepasst werden. Zudem ermöglichen Masken die Beschränkung der Effekte auf definierte Bildbereiche. Fachmedien weisen jedoch darauf hin, dass eine zu hohe Intensität der Filter dazu führen kann, dass digitale Charaktere unnatürlich gealtert erscheinen.
Performance-Anforderungen und Benchmarks
Obwohl DLSS 5 grundsätzlich auch mit klassischer Rasterisierung funktioniert, empfiehlt der Hersteller den Einsatz von Raytracing, um die bestmöglichen visuellen Resultate zu erzielen. Die Rechenlast für die neue Technologie ist erheblich; Nvidia beziffert den Leistungsabfall durch die Aktivierung von DLSS 5 auf 50-60 %.
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Dennoch habe sich die Effizienz seit den ersten Demonstrationen im Frühjahr deutlich verbessert. Während im März noch zwei RTX 5090-Grafikkarten für den Betrieb notwendig waren, läuft die Technologie nun auf einzelnen GPUs ab der Einstiegsklasse.
Für verschiedene Auflösungen gibt das Unternehmen konkrete Hardware-Empfehlungen ab. Die Modelle RTX 5060 und 5060 Ti sind für das Spielen in 1080p vorgesehen, während die RTX 5070 und 5070 Ti auf 1440p abzielen. Für die 4K-Auflösung werden die Flaggschiffe RTX 5080 und 5090 empfohlen.
Interne Benchmarks unterstreichen das Leistungspotenzial in Kombination mit weiteren Technologien. Eine RTX 5060 erreicht in der Auflösung 1080p bei aktivierter Frame Generation (6-fache Beschleunigung) und Raytracing auf der Stufe Ultra über 250 FPS. Das Topmodell RTX 5090 erzielt in 4K-Auflösung unter Ultra-Einstellungen inklusive Raytracing und DLSS 5 einen Wert von 370 FPS.
Branchenreaktionen und technischer Hintergrund
Die technologische Entwicklung hin zu einem KI-basierten Bildfilter wird in der Branche teils kontrovers diskutiert. Während die visuelle Qualität in ersten praktischen Tests überzeugte, äußerten Beobachter die Sorge, dass Spieleentwickler die Technologie als Abkürzung nutzen könnten, anstatt die grundlegende Engine-Performance zu optimieren.
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Die auf der GTC 2026 erstmals vorgestellte Technologie zielt darauf ab, flüssiges Spielen in 4K bei mehr als 60 FPS zum Standard zu machen. Trotz der generativen Natur des Modells arbeitet das System deterministisch, was eine konsistente Bildausgabe gewährleisten soll.
DLSS 5 markiert damit einen weiteren Schritt in Nvidias Strategie, grafische Qualität zunehmend durch neuronale Netze statt durch reine Rechenleistung in der Rasterisierung zu steigern.
Mehr zum Thema bei The Verge: „Nvidia’s controversial DLSS 5 arrives September 3rd and requires serious GPU horsepower“
