Dropbox-Datenleck, Konten

Dropbox-Datenleck: 5.000 Konten durch veraltete Lenovo-Integration gehackt

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 02:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Dropbox beendete kompromittierte Sitzungen und kappte die Lenovo-Anbindung. Die Aktie verlor nachbörslich bis zu 6,6 Prozent.

Dropbox: Unbefugte Zugriffe auf rund 5.000 Konten entdeckt
Ein modernes Rechenzentrum mit dunklen Server-Racks und blau leuchtenden LEDs in einer professionellen, technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Cloud-Speicherdienst Dropbox verzeichnete im August 2026 unbefugte Zugriffe auf rund 5.000 Nutzerkonten. Wie aus mehreren Berichten vom 1. September 2026 hervorgeht, nutzten Angreifer eine Schwachstelle in der Registrierung der sogenannten Lenovo-ID aus, um in das System einzudringen. Der Zeitraum der unbefugten Zugriffe wird auf die Tage zwischen dem 4. und 21. August 2026 eingegrenzt.

Sicherheitslücke durch Authentifizierungs-Schnittstelle

Die Angreifer nutzten für den Zugriff eine Schwachstelle bei der Verknüpfung von Konten aus. Dabei wurden E-Mail-Adressen potenzieller Opfer verwendet, um über die Lenovo-ID-Registrierung den regulären Passwortschutz von Dropbox zu umgehen. Berichten zufolge verlangte Dropbox bei dieser spezifischen Integration keine zusätzliche Passworteingabe, sofern die Konten bereits verknüpft waren.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Angriffs war die Sicherheitskonfiguration der betroffenen Konten. In sämtlichen Fällen, in denen der Zugriff gelang, war keine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiv. Branchenexperten wiesen darauf hin, dass die ausgenutzte Schwachstelle Ähnlichkeiten zu den bereits bekannten Sicherheitsfehlern CVE-2026-55075 und CVE-2026-14781 aufweist.

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Maßnahmen und Auswirkungen für Nutzer

Hinsichtlich des Schadensausmaßes wurde bekannt, dass bei weniger als einem Drittel der etwa 5.000 betroffenen Konten tatsächlich Dateien durch die Angreifer eingesehen oder heruntergeladen wurden. Dropbox reagierte auf den Vorfall, indem das Unternehmen alle aktiven Sitzungen der kompromittierten Accounts beendete. Die betroffenen Nutzer wurden aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.

Zusätzlich trennte Dropbox die Verbindung zur Lenovo-Integration vollständig und deaktivierte diese Schnittstelle, um weitere Angriffe über diesen Weg auszuschließen. Das Unternehmen hat zudem die zuständigen Regulierungsbehörden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Einordnung durch Lenovo und Marktreaktion

Der Hardware-Hersteller Lenovo äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Das Unternehmen erklärte laut einem Bericht vom 1. September 2026, dass es sich bei der betroffenen Schnittstelle um eine veraltete Integration (Legacy-Integration) gehandelt habe. Lenovo betonte zudem, dass die eigenen Kunden des Unternehmens nicht von dem Sicherheitslecks betroffen seien.

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An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht für kurzzeitige Volatilität. Die Aktie von Dropbox verzeichnete nach Börsenschluss einen Rückgang von bis zu 6,6 Prozent. Das Unternehmen selbst gab jedoch an, dass trotz des Vorfalls kein materieller Einfluss auf die Geschäftszahlen erwartet werde.

Einzelne Nutzer hatten bereits im Vorfeld der offiziellen Bestätigung unbefugte Zugriffe gemeldet, wobei das volle Ausmaß erst durch die internen Untersuchungen von Dropbox und die anschließende Berichterstattung deutlich wurde.

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