Klimawandel setzt Robben zu â Drei Arten stĂ€rker gefĂ€hrdet
10.10.2025 - 10:15:07Das Ăberleben wird fĂŒr Robben in der Arktis schwieriger. Die BestĂ€nde gehen zurĂŒck, deshalb hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) drei Arten in ihrer Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten auf eine neue GefĂ€hrdungsstufe gehoben. Ihr gröĂtes Problem: der Verlust des Meereises. Dazu kĂ€men Schifffahrt, Ăl- und Rohstoffförderung und Fischerei, die Robben in Fischernetzen verenden lĂ€sst.Â
Die MĂŒtzenrobbe (Cystophora cristata), bislang als «gefĂ€hrdet» aufgefĂŒhrt, gilt nun als «stark gefĂ€hrdet». Das ist Stufe 5 auf der achtstufigen Skala. Die Bartrobbe (Erignathus barbatus) und die Sattelrobbe (Pagophilus groenlandicus) stehen nun auf Stufe 3 («potenziell gefĂ€hrdet»). Insgesamt listet das wissenschaftliche Meereis-Portal sechs Robben-Arten in der Arktis.Â
Warum die Robben das Meereis brauchen
«Die Robben in der Arktis sind auf das Meereis angewiesen, um ihre Jungen zu gebÀren und aufzuziehen, beim Fellwechsel, um auszuruhen und um Zugang zu ihren Nahrungsgebieten zu erhalten», teilte die IUCN bei ihrem Jahreskongress in Abu Dhabi mit. Dort veröffentlichte sie die Aktualisierung der Roten Liste.
«Das dĂŒnner werdende und schwindende Meereis wirkt sich auch auf die ErnĂ€hrungsgewohnheiten der Robben in der Arktis aus und macht die Arktis fĂŒr Menschen leichter zugĂ€nglich, was das Gesamtrisiko fĂŒr diese Tierarten weiter erhöht», hieĂ es auch. Die Arktis erwĂ€rmt sich im Zuge des Klimawandels fast viermal so schnell wie alle Regionen im globalen Durchschnitt.
Wenn Robben verschwinden, hat das weitreichende Folgen. Sie werden vor allem von EisbĂ€ren gefressen, aber auch etwa von Walrossen. «Die Gesundheit der gesamten Meeresumwelt hĂ€ngt von ihrem Ăberleben ab», teilte die IUCN mit.
Wie die IUCN Arten beurteilt
Die IUCN klassifiziert Tier- und Pflanzenarten in acht Kategorien. In der untersten Kategorie liegen nicht genĂŒgend Daten fĂŒr eine Beurteilung vor, in der obersten sind Arten, die vollstĂ€ndig ausgestorben sind, nicht nur in der Wildnis. Die anderen Kategorien reichen von «nicht gefĂ€hrdet» bis «ausgestorben». Aktuell sind 172.620 Tier- und Pflanzenarten berĂŒcksichtigt. 48.646 davon gelten als bedroht (Stufe 4 bis 6 auf der Skala).


