Düsseldorf, WHO-Netzwerk

Düsseldorf im WHO-Netzwerk: Stadt für Senioren neu zertifiziert

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 22:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Deutsche Städte setzen auf ganzheitliche Alterspolitik: Düsseldorf erhält WHO-Zertifikat, Bayern investiert Millionen in Pflege-WGs.

Kommunen fördern barrierefreie Angebote und seniorengerechtes Wohnen
Älteres Paar nutzt gemeinsam ein Tablet in einem hellen Gemeinschaftszentrum, umgeben von anderen Senioren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Trend geht zur ganzheitlichen Alterspolitik.

Düsseldorf jetzt Teil des WHO-Netzwerks

Die Landeshauptstadt gehört seit Januar 2026 dem weltweiten Netzwerk altersfreundlicher Städte der Weltgesundheitsorganisation an. Am 9. Juli erhielt Düsseldorf das offizielle Zertifikat. Rund ein Viertel der 660.000 Einwohner ist über 60 Jahre alt. Die Stadt betreibt bereits 32 quartiersnahe Beratungs- und Begegnungsstätten und will diese weiter ausbauen.

Barrierefreiheit wird konkret

Im Ostseebad Warnemünde testete man im Sommer 2026 ein solarbetriebenes Einstiegssystem für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Investition: rund 65.000 Euro. Auch die Mobilität im Alltag rückt in den Fokus. Auf Sylt können Bürger ab 85 Jahren seit Juli eine vergünstigte Busfahrkarte nutzen – ohne Führerscheinabgabe. Das Ziel: Selbstständigkeit im ländlichen Raum erhalten.

Digitale Kluft schließen

Anzeige

Düsseldorf ist jetzt offiziell altersfreundliche WHO-Stadt – ein Modell für ganz Deutschland. Erfahren Sie in drei Schritten, wie Sie Barrierefreiheit, digitale Teilhabe und seniorengerechtes Wohnen in Ihrer Kommune voranbringen. Praxis-Guide jetzt kostenlos anfordern

In Dresden läuft seit März 2026 ein Digitalcafé mit wöchentlichen Schulungen ohne Vorkenntnisse. Ähnliche Angebote gibt es in Theilheim, wo Seniorenvereine und die Gemeindeverwaltung Schulungstermine für den Internet-Umgang organisierten.

Ein Vorzeigeprojekt feierte am 9. Juli in Recke Jubiläum: Die Seniorenschule EULE wird 25 Jahre alt. Das Prinzip: Gymnasiasten unterrichten ältere Menschen in digitalen Medien, Englisch oder Literatur. Auch die VHS Frankfurt optimiert ihr Programm auf bessere Lesbarkeit – über 200 Angebote ab Mitte Juli 2026.

Millionen für neue Wohnformen

Bayern investiert massiv in moderne Pflege. Das Gesundheitsministerium stellte am 9. Juli 4,1 Millionen Euro für ein Projekt in Weiherhammer bereit. Auf 14.000 Quadratmetern entstehen Kurzzeitpflegeplätze, Demenz-Wohngemeinschaften und eine Intensivpflege-WG. Das Programm „PflegeSoNah“ fördert seit 2020 insgesamt 410 Millionen Euro für Pflegeplätze.

Anzeige

Bayern fördert Pflege-Wohngemeinschaften mit Millionen – auch Ihre Region bietet oft ungenutzte Fördertöpfe. Unser Guide zeigt, wie Sie eine Demenz-WG oder Kurzzeitpflege finanzieren und beantragen. Finanzierungsguide jetzt sichern

Ehrenamtliche als Stütze des Systems

In Sprockhövel begleiten Ehrenamtliche seit zehn Jahren Senioren beim Einkauf. In Offenbach sammelte der Seniorenrat Anfang Juli 6.405 Euro für Freizeitprojekte. Auch politisch organisieren sich die Älteren neu: Im Landkreis Nürnberger Land begann am 3. Juli die neue Amtszeit des Kreisseniorenbeirats. Markus Deyhle wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Das Gremium berät den Landkreis zu Seniorenthemen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69740078 |