E-Bike-Besitz, Vierte

E-Bike-Besitz: Jeder Vierte in Sachsen-Anhalt nutzt Elektrorad

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 11:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In Sachsen-Anhalt besitzen 27,7 Prozent ein E-Bike. LĂ€ndliche Kreise fĂŒhren, wĂ€hrend Magdeburg und Halle die niedrigsten Quoten melden.

E-Bike-Besitz in Sachsen-Anhalt: Landkreise liegen vor StÀdten
Ein modernes E-Bike steht auf einem asphaltierten Landweg vor einer weiten, lÀndlichen Landschaft in Sachsen-Anhalt. Illustration mit AI erstellt.

Die Verbreitung von ElektrofahrrĂ€dern hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und prĂ€gt zunehmend das MobilitĂ€tsverhalten in Deutschland. Eine reprĂ€sentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Civey, die im Zeitraum vom 8. bis zum 23. Juli 2026 im Auftrag des Energieunternehmens Eon durchgefĂŒhrt wurde, liefert detaillierte Einblicke in die BesitzverhĂ€ltnisse und Nutzungsmuster.

WÀhrend Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich einen Platz im Mittelfeld einnimmt, zeigen sich innerhalb des Bundeslandes erhebliche Unterschiede zwischen lÀndlichen Regionen und den urbanen Zentren.

Regionale DisparitÀten innerhalb Sachsen-Anhalts

In Sachsen-Anhalt verfĂŒgen laut der Erhebung rund 27,7 % der Einwohner ĂŒber ein E-Bike. Damit belegt das Land im Vergleich der BundeslĂ€nder den zehnten Rang.

Ein Blick auf die regionale Verteilung verdeutlicht jedoch, dass die Akzeptanz der elektrifizierten ZweirĂ€der insbesondere im lĂ€ndlichen Raum hoch ist. Der Landkreis Börde fĂŒhrt die Statistik mit einer Besitzquote von 33,6 % an, gefolgt vom Altmarkkreis Salzwedel mit 31,5 % und dem Saalekreis mit 31,1 %.

Im Gegensatz dazu weisen die beiden grĂ¶ĂŸten StĂ€dte des Landes die geringsten Quoten auf. In der Landeshauptstadt Magdeburg besitzen lediglich 21,3 % der Menschen ein E-Bike, in Halle (Saale) sind es 21,1 %. Diese Differenz zwischen Stadt und Land spiegelt sich auch in anderen Teilen Deutschlands wider und deutet darauf hin, dass E-Bikes im lĂ€ndlichen Raum oft als notwendiges Transportmittel fĂŒr lĂ€ngere Distanzen fungieren.

Bundesweiter Trend und demografische Entwicklung

Der Trend zum E-Bike ist ein deutschlandweites PhÀnomen. Bundesweit liegt der Anteil der E-Bike-Besitzer bei 31,4 %. Damit hat sich die Quote seit dem Jahr 2020, als sie noch bei 15,2 % lag, mehr als verdoppelt.

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Besonders dynamisch entwickelte sich der Besitz in der jĂŒngeren Altersgruppe der 18- bis 29-JĂ€hrigen. In diesem Segment stieg der Anteil von 19,4 % auf mittlerweile 27,2 %.

Im LĂ€ndervergleich zeigt sich ein deutliches Nord-SĂŒd-GefĂ€lle sowie ein GefĂ€lle zwischen FlĂ€chenlĂ€ndern und Stadtstaaten. Niedersachsen nimmt mit einer Quote von 39,4 % den Spitzenplatz ein, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen (34,1 %) und Bayern (33,7 %). Das Schlusslicht bildet Berlin, wo lediglich 15,1 % der Bevölkerung ein E-Bike besitzen.

Motivation und Erwerbsmodelle

Die GrĂŒnde fĂŒr die Anschaffung eines E-Bikes sind vielfĂ€ltig, wobei ökologische und praktische ErwĂ€gungen eine zentrale Rolle spielen. Laut der Studie nutzen 40,4 % der Befragten ihr E-Bike als Alternative zum Automobil. Eon-Chef Filip Thon hob in diesem Zusammenhang hervor, dass das E-Bike eine ernstzunehmende Option fĂŒr die individuelle MobilitĂ€tswende darstelle.

Hinsichtlich der Anschaffungswege dominiert weiterhin der klassische Eigenkauf. Etwa 81,3 % der genutzten E-Bikes wurden privat erworben. Das Modell des Dienstrad-Leasings gewinnt jedoch an Bedeutung: Rund 11 % der Befragten gaben an, dass ihr Fahrzeug vom Arbeitgeber bereitgestellt wurde.

Sicherheitsaspekte und Diebstahlstatistik

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Mit der steigenden Anzahl hochwertiger FahrrĂ€der wĂ€chst auch die Relevanz von Sicherheitsfragen. Daten des Landeskriminalamtes (LKA) fĂŒr Sachsen-Anhalt verdeutlichen das Diebstahlrisiko. Insgesamt verzeichnete die Behörde 8.000 FahrraddiebstĂ€hle im Land, wobei mehr als die HĂ€lfte dieser Delikte auf die StĂ€dte Magdeburg und Halle entfiel.

Speziell bei den elektrifizierten Modellen wurden 810 DiebstĂ€hle registriert. Der entstandene wirtschaftliche Schaden ist erheblich: Der Wert der entwendeten E-Bikes belief sich laut LKA auf insgesamt 2,3 Millionen Euro. Dies unterstreicht den hohen materiellen Wert der Fahrzeuge, der deutlich ĂŒber dem von herkömmlichen FahrrĂ€dern liegt.

Mehr zum Thema bei n-tv: „Sachsen-Anhalt: Nutzung steigt: Mehr als jeder Vierte hat ein E-Bike - n“

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