E-Zigaretten-Müll, Millionen

E-Zigaretten-Müll: 60 Millionen Geräte jährlich illegal entsorgt

26.06.2026 - 17:04:26 | boerse-global.de

Ab Juli 2026 müssen Händler ein einheitliches Logo für die Rücknahme von Elektrogeräten anbringen. Die Sammelquote liegt bei nur 29 Prozent.

Neue Rücknahmeregeln für Elektrogeräte: Logo-Pflicht ab Juli
E-Zigaretten-Müll - Nahaufnahme verschiedener kleiner, ausrangierter elektronischer Geräte wie Smartphones, Batterien und Kabel, auf einer hellen Oberfläche arrangiert. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 1. Juli 2026 müssen Händler ein einheitliches Sammelstellenlogo deutlich sichtbar anbringen. Die Maßnahme soll Verbrauchern helfen, Rückgabemöglichkeiten im Handel leichter zu finden.

Die bundesweite Sammelquote von Elektroschrott liegt derzeit bei mageren 29 Prozent. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigte bereits an, die neue Kennzeichnungspflicht mit flächendeckenden Stichprobentests zu überprüfen. Hintergrund: Die bisherige Rückgabepraxis trägt laut DUH wesentlich zur Nichterfüllung gesetzlicher Sammelquoten bei.

Millionen Einweg-E-Zigaretten landen im Müll

Ein wachsendes Problem ist die Entsorgung von Einweg-E-Zigaretten. Schätzungen zufolge fallen jährlich über 60 Millionen dieser Geräte als Abfall an. Wegen der verbauten Lithium-Ionen-Batterien fordern Umweltschutzorganisationen ein vollständiges Verbot – ähnlich wie in Frankreich und Belgien.

Falsch entsorgte Kleingeräte bergen erhebliche Sicherheitsrisiken. Bei Vorfällen am 24. Juni 2026 in Nordhausen und Worms kam es in Entsorgungsbetrieben zu Bränden in Elektroschrottcontainern. Ursache sind häufig unsachgemäß entsorgte Lithium-Ionen-Akkus, die sich besonders bei hohen Temperaturen entzünden können.

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60 Millionen Einweg-E-Zigaretten landen jährlich illegal im Müll – mit Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus. Ab Juli gelten neue Rücknahmeregeln. Unser kostenloser Ratgeber zeigt Ihnen, wo Sie Ihre Geräte abgeben und wie Sie sich und Ihre Familie schützen. Jetzt Ratgeber zur E-Zigaretten-Entsorgung sichern

Regionale Anpassungen bei der Entsorgung

Viele Städte passen ihre Annahmestrukturen an. In Heidelberg konzentriert die Stadt die Annahme von Elektrokleingeräten ab 1. Juli auf die Recyclinghöfe Wieblingen und Kirchheim. Die Standorte Emmertsgrund, Handschuhsheim und Ziegelhausen stellen die Annahme dieser Stoffgruppen ein.

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Nur 29 Prozent der Elektrogeräte werden korrekt entsorgt – der Rest gefährdet Umwelt und Sicherheit. Besonders E-Zigaretten mit Lithium-Ionen-Akkus sind ein Risiko. Erhalten Sie eine praktische Checkliste und alle wichtigen Adressen für die Rückgabe in Ihrer Stadt. Kostenlose Checkliste jetzt anfordern

Der Oberbergische Kreis bietet am 3. Juli 2026 eine gezielte Sammelaktion für gebrauchte Handys im Kreishaus an. Eine Wanderausstellung zu versteckten Elektrogeräten ist dort bis zum 8. September zu sehen.

Auch das Wetter beeinflusst die Betriebsfähigkeit von Recyclinghöfen. Ende Juni 2026 führten hohe Temperaturen zu vorzeitigen Schließungen in Düsseldorf und Wismar – aus Sicherheitsgründen für Mitarbeiter und Besucher.

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