Edge 150: Microsoft öffnet Browser für Google-Konten
06.07.2026 - 08:56:46 | boerse-global.de
Die neue Version 150.0.4078.48, die seit dem 5. Juli 2024 ausgerollt wird, erlaubt erstmals die native Anmeldung mit Google-Zugangsdaten auf Windows und macOS.
Schluss mit der Microsoft-Zwangskopplung
Bisher war die Synchronisation von Lesezeichen, Verlauf, Passwörtern und Profildaten nur über ein Microsoft-Konto möglich. Das ändert sich nun grundlegend. Nutzer können künftig wählen, ob sie sich mit ihrem Microsoft-Konto, einem Google-Konto oder beiden gleichzeitig anmelden möchten.
Die Kehrtwende ist bemerkenswert: Noch 2020 hatte Microsoft erklärt, eine solche Integration sei nicht geplant. Mit dem Update entfällt der bisher nötige Umweg über separate Browser-Profile oder Drittanbieter-Erweiterungen, um Daten zwischen den beiden Ökosystemen auszutauschen.
Kontrollierte Einführung mit Haken
Das Feature wird schrittweise ausgerollt. Über das Profil-Menü können Anwender die neue Anmeldeoption wählen. Für Unternehmen hat Microsoft eine spezielle Richtlinie namens NonMicrosoftAccountSignInEnabled integriert. Damit können IT-Administratoren steuern, ob Mitarbeiter sich mit Nicht-Microsoft-Konten anmelden dürfen.
Technische Neuerungen im Überblick
Mit Edge 150 können Sie sich nun auch mit Ihrem Google-Konto anmelden – doch die Hintergrundprozesse fressen bis zu 200 MB RAM. Erfahren Sie in unserem Leitfaden, wie Sie Tracking-Schutz aktivieren, den Startup-Boost deaktivieren und Ihre Daten automatisch löschen. Jetzt kostenlosen Datenschutz-Leitfaden anfordern
Version 150 bringt weitere Änderungen mit sich:
- Ende einer Ära: Dies ist die letzte Edge-Version für macOS 12 Monterey. Ab Version 151 wird mindestens macOS 13 Ventura benötigt.
- Workspaces V2: Die Tab-Verwaltung wurde mit einem überarbeiteten Interface ausgestattet.
- Sicherheit: Verbesserungen im Datei-Explorer und eine Vorschau für neue Sicherheitswarnungen.
- Infrastruktur: Klarstellungen zu WebView2-Downgrades und Intune Mobile Application Management für OneDrive-Downloads.
Ressourcenfresser im Hintergrund
Doch der neue Komfort hat seinen Preis. Branchenbeobachter weisen auf die Bedeutung der Browsereinstellungen hin. Hintergrundprozesse wie der Startup-Boost können zwischen 150 und 200 Megabyte RAM belegen.
Hintergrundprozesse von Edge 150 belegen 150-200 MB RAM – das bremst Ihren Windows-11-PC aus. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie mit wenigen Klicks die Leistung optimieren und gleichzeitig Ihre Daten schützen. RAM-Optimierung jetzt herunterladen
Für Windows-11-Nutzer empfehlen Experten defensive Konfigurationen: Hintergrunderweiterungen deaktivieren, Tracking-Schutz auf „streng" stellen und Browserdaten beim Schließen automatisch löschen. So lässt sich die Leistungsfähigkeit der Chromium-Engine nutzen, ohne die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren.
Bleibt die Frage: Ist das der Anfang einer neuen Ära der Browser-Interoperabilität – oder nur ein taktischer Schachzug im Kampf um die Nutzerdaten?
