Edge 151: Microsoft erzwingt Passkeys ab September für Millionen
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft rollt ab Ende Juli 2026 die Version 151 seines Browsers Edge aus. Im Zentrum stehen Sicherheits-Updates und Produktivitäts-Features – mit weitreichenden Folgen für Unternehmen und Privatanwender.
Passkeys werden zum Standard
Ein Kernstück des Updates ist die Passkey-Synchronisierung für Unternehmenskunden. Microsoft treibt damit die Ablösung klassischer Passwörter voran: Passkeys sollen künftig die Standard-Anmeldung für Microsoft Entra ID werden. Wer bisher SMS- oder sprachbasierte Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA) nutzt, bekommt ab dem 1. September 2026 automatisch Passkeys aktiviert.
Der schrittweise Abschied von herkömmlichen MFA-Methoden zieht sich bis ins Jahr 2027. Am 18. September will Microsoft Details zu unterstützten Telekommunikationsanbietern nennen, am 30. Oktober folgen Konfigurationsoptionen im Microsoft Security Store. Zum 1. Februar 2027 ist dann Schluss: Wer keinen eigenen Telekom-Anbieter hinterlegt hat, muss zwingend einen Passkey registrieren.
Hintergrund der Verschärfung sind wachsende Bedrohungen. Interne Daten zeigen: KI-gesteuerte Phishing-Kampagnen erzielen Klickraten von bis zu 54 Prozent – bei klassischen Methoden sind es nur 12 Prozent. Microsoft reagiert zudem mit KI-Prompt-Injection-Schutz in Defender und Data-Loss-Prevention-Funktionen (DLP) für Copilot.
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Aus für „Drop“ und alte macOS-Versionen
Mit Edge 151 verschwindet auch die Funktion „Drop“ , die bisher zum Teilen von Dateien und Notizen diente. Der Dienst wird eingestellt, bereits geteilte Dateien bleiben jedoch in OneDrive abrufbar, Textnotizen lassen sich separat herunterladen.
Auch bei den Systemanforderungen gibt es Änderungen: Edge 151 benötigt auf dem Mac mindestens macOS 13 (Ventura) . Damit zieht Microsoft mit Google Chrome gleich, das ebenfalls mit dem Update vom 30. Juli 2026 den Support für macOS 12 beendet hat.
Zudem endet der Support für den integrierten Übersetzer: Seit dem 30. Juli 2026 funktioniert Microsoft Translator in Edge-Versionen 136 und älter nicht mehr. Wer die Übersetzungsfunktion nutzen möchte, muss auf eine aktuelle Browserversion wechseln.
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Produktiver arbeiten mit neuen Funktionen
Für Privat- und Geschäftskunden hält Edge 151 praktische Neuerungen bereit: Die Adressleiste schlägt nun Inhalte aus der Zwischenablage vor. Wer also Text oder Links kopiert hat, bekommt passende Vorschläge angezeigt – Administratoren können diese Funktion über Richtlinien steuern.
In Unternehmensumgebungen wurde zudem die Seitenleiste verschlankt: Die App-Liste ist entfernt worden. Dazu kommen technische Fixes, etwa für Drittanbieter-Erweiterungen auf der Domain m365.cloud.microsoft.
Mobile Versionen im Aufwind
Auch unterwegs entwickelt Microsoft den Browser weiter: Für Android stehen Beta- und Dev-Versionen bereit, die eine neue „Ask Copilot“-Option im Kontextmenü und Stabilitätsverbesserungen für Geräte mit Android 10 und neuer bieten.
Für deutsche Nutzer bedeutet der Schritt: Wer Edge produktiv einsetzt, sollte zeitnah aktualisieren – nicht nur wegen der neuen Funktionen, sondern vor allem wegen der Sicherheitsanpassungen. Die Umstellung auf Passkeys dürfte insbesondere in Unternehmen für Diskussionsstoff sorgen, denn sie verändert den Login-Alltag grundlegend.
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