Edge-Browser 151: Microsoft integriert KI-Selbstreparatur
13.06.2026 - 14:06:28 | boerse-global.de
Der Edge-Browser lernt, sich selbst zu reparieren – mit künstlicher Intelligenz.
Microsoft hat eine neue Funktion in die Canary-Version seines Browsers integriert. Die aktuelle Version 151.0.4091.0 enthält einen Schalter, der es der Software erlaubt, Diagnosedaten auszuwerten und Leistungsprobleme automatisch zu beheben. Das Feature wurde am 13. Juni 2026 in den Browsereinstellungen entdeckt.
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So funktioniert der neue KI-Assistent
Die Funktion findet sich im Bereich „KI-Erweiterungen“ des Copilot-Menüs. Sie analysiert browserspezifische Diagnoseinformationen und schlägt darauf basierend Lösungsschritte vor. Entscheidend: Microsoft hat die Funktion als Opt-In-Lösung konzipiert. Sie bleibt standardmäßig deaktiviert – Nutzer müssen die Analyse ihrer Daten erst manuell freigeben.
Der Schritt reiht sich ein in eine Serie von KI-Integrationen im Edge-Browser. Erst Anfang Juni reagierte Microsoft auf Nutzerkritik zur Sichtbarkeit von KI-Suchergebnissen. Mit der Erweiterung „Bing AI Search Choice“ und einem neuen „-ai“-Suchbefehl können Anwender automatisierte Copilot-Antworten unterdrücken, wenn sie klassische Suchergebnisse bevorzugen.
KI-Funktionen jetzt auch für ältere Grafikkarten
Parallel zur Edge-Integration arbeitet Microsoft an der Hardware-Kompatibilität seiner KI-Funktionen. Am 12. Juni 2026 veröffentlichte das Unternehmen das Windows App SDK 2.2 Experimental 9. Dieses erweitert die Copilot+-Fähigkeiten auf Systeme mit Nvidia RTX-30er-Grafikkarten.
Voraussetzung: GPUs mit mindestens 6 GB VRAM. Damit lassen sich Aufgaben wie Textzusammenfassungen und Bildhochskalierungen lokal ausführen. Der Schritt ist bemerkenswert: Microsoft löst sich damit von der Abhängigkeit spezieller neuronaler Prozessoren (NPUs) und öffnet die KI-Funktionen für eine breitere Palette leistungsstarker Desktop-PCs.
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Sicherheitsupdate mit Rekordzahlen
Die neuen KI-Features kommen zu einem Zeitpunkt umfangreicher Sicherheitswartung. Am 13. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft sein Juni-Patch-Tuesday-Update – mit einer Rekordzahl von 206 behobenen Sicherheitslücken. Darunter: 38 kritische Schwachstellen und drei aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken in Outlook Web Access und Windows Defender.
Während das neue Edge-Diagnosetool Nutzern helfen soll, Softwareprobleme selbst zu lösen, untersucht Microsoft derzeit weitere technische Störungen. Dazu gehören Lade-Fehler in der Clipchamp-Anwendung sowie Berichte über Sitzungsdatenverluste bei bestimmten Copilot-Anmeldevorgängen unter Windows 11 und Microsoft 365. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an der Stabilisierung seiner KI-Dienste.
