Edge-Browser: Microsoft zwingt Millionen zu Manifest V3 bis Ende 2026
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 21:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat die verpflichtende Migration aller Edge-Erweiterungen auf das neue Manifest-V3-Format gestartet. Der Schritt betrifft Millionen Nutzer und verändert vor allem die Arbeit von Werbeblockern.
Der Softwarekonzern aus Redmond vollzieht damit einen längst angekündigten Umbau seiner Browser-Architektur. Das neue Framework verspricht mehr Sicherheit und bessere Performance – doch für einige beliebte Erweiterungen bedeutet es das Aus.
Gestaffelter Rollout für Privatnutzer und Unternehmen
Microsoft setzt bei der Umstellung auf einen gestaffelten Zeitplan, um einen stabilen Übergang zu gewährleisten. Für Privatnutzer läuft die Abschaltung alter Manifest-V2-Erweiterungen bis Ende 2026. Ältere Tools werden dabei schrittweise deaktiviert, der Browser informiert die Nutzer per Hinweis über den Status ihrer installierten Erweiterungen.
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Unternehmen erhalten mehr Zeit: Die Umstellung für verwaltete Firmengeräte beginnt erst Anfang 2027. Damit will Microsoft professionellen Anwendern ausreichend Raum für Kompatibilitätstests und die Anpassung interner Software geben.
Entwickler haben sich vorbereitet
Die Zahlen zeigen: Die Entwickler-Community hat den Umbau weitgehend vollzogen. Rund 95 Prozent der beliebtesten Manifest-V2-Erweiterungen wurden bereits auf den neuen Standard angehoben. Aktuell nutzen nur noch 58 Erweiterungen mit relevanter Verbreitung das alte Format – lediglich drei davon ohne verfügbare Manifest-V3-Variante.
Das Aus für klassische Werbeblocker
Besonders hart trifft die Umstellung die Kategorie der Inhaltsfilter und Werbeblocker. Diese müssen unter dem neuen Framework grundlegend anders mit Web-Traffic interagieren. Der populäre Blocker uBlock Origin gehört zu den betroffenen Erweiterungen, die mit dem Auslaufen von Manifest V2 ihre Funktionsweise verändern.
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Als Alternative hat der Entwickler uBlock Origin Lite eingeführt, das innerhalb der Grenzen des neuen Formats arbeitet. Nutzer, die weiterhin klassische Filterung wünschen, können auf Alternativen wie Firefox oder Opera ausweichen – oder auf die überarbeiteten "Lite"-Versionen ihrer bevorzugten Werbeblocker in Edge setzen.
