Corona, Covid-19

Corona: HausĂ€rzte befĂŒrchten «organisatorischen Overkill»

05.09.2023 - 07:33:28

Ein an die neuen Varianten angepasster Impfstoff wird in KĂŒrze verfĂŒgbar sein - allerdings nur in Sechser-Dosen. HausĂ€rzte schlagen Alarm und befĂŒrchten dadurch großen Mehraufwand.

Der Deutsche HausĂ€rzteverband befĂŒrchtet einem Medienbericht zufolge einen erheblichen Aufwand in Arztpraxen bei der Impfung gegen das Coronavirus. Mit Blick auf den am vergangenen Freitag von der EU-Kommission zugelassenen weiterentwickelten Impfstoff von Biontech/Pfizer sagte die Vize-Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth dem «Spiegel», es sei Ă€rgerlich, dass es das Vakzin nicht als Einzeldosis gebe.

«Wir werden wieder im organisatorischen Overkill enden, wenn wir jedes Mal, wenn eine Biontech-Impfung notwendig ist, entweder schnell fĂŒnf weitere Impflinge organisieren, die Impfung verschieben oder fĂŒnf Impfdosen wegschmeißen mĂŒssen», sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende. Der Impfstoff wird dem Bericht zufolge in FlĂ€schchen ausgeliefert, die sechs Dosen enthalten.

Biontech teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, es liefen Vorbereitungen fĂŒr die EinfĂŒhrung von Einzeldosen des angepassten Impfstoffs in verschiedenen MĂ€rkten, unter anderem den USA. Ein genaues Datum gebe es dafĂŒr noch nicht. «Wir verstehen den Wunsch der Ärztinnen und Ärzte», teilte das Unternehmen mit.

Bei dem Impfstoff geht es um ein auf die Omikron-Sublinie XBB.1.5 angepasstes PrĂ€parat, das besser vor aktuell kursierenden Varianten schĂŒtzen soll. Die StĂ€ndige Impfkommission in Deutschland empfiehlt Auffrischimpfungen mittlerweile nur noch bestimmten Gruppen, vorzugsweise im Herbst. Dazu gehören etwa Menschen ab 60, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ab einem Alter von sechs Monaten, Pflege- und Gesundheitspersonal sowie Angehörige von Risikopatienten.

@ dpa.de