Alkohol, Soziale Medien

Wie Instagram und Co. die Lust auf Alkohol ankurbeln

24.02.2026 - 06:00:06 | dpa.de

Ein Glas Wein in der Story, ein Drink beim Kochen auf Tiktok: Laut einer Studie haben solche Inhalte von Influencern Einfluss darauf, wie oft sich junge Erwachsene selbst ein Glas einschenken wollen.

  • Laut der Studie berichteten Teilnehmende nach dem Ansehen entsprechender BeitrĂ€ge 73 Prozent hĂ€ufiger von erhöhter Lust auf Alkohol als Personen, die vergleichbare Videos ohne Alkohol sahen. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
    Laut der Studie berichteten Teilnehmende nach dem Ansehen entsprechender BeitrÀge 73 Prozent hÀufiger von erhöhter Lust auf Alkohol als Personen, die vergleichbare Videos ohne Alkohol sahen. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
  • Die Forschenden berĂŒcksichtigten bei der Auswertung unter anderem die tĂ€gliche Social-Media-Nutzung sowie den bisherigen Alkoholkonsum. (Symbolbild) - Foto: Alicia Windzio/dpa
    Die Forschenden berĂŒcksichtigten bei der Auswertung unter anderem die tĂ€gliche Social-Media-Nutzung sowie den bisherigen Alkoholkonsum. (Symbolbild) - Foto: Alicia Windzio/dpa
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Junge Erwachsene entwickeln deutlich hÀufiger Lust auf Alkohol, wenn sie Influencer in den sozialen Medien beim Trinken sehen. In einer Studie berichteten Teilnehmende nach dem Anschauen entsprechender BeitrÀge 73 Prozent hÀufiger von erhöhter Lust auf Alkohol als Personen, die vergleichbare Videos ohne Alkoholbezug sahen. Das geht aus einer im Fachjournal «JAMA Pediatrics» veröffentlichten Studie von Forschern der Rutgers School of Public Health und der Harvard University hervor.

FĂŒr das US-Experiment wurden 2.000 junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren zufĂ€llig zwei Gruppen zugeteilt. Beide sahen jeweils 20 kurze Instagram-BeitrĂ€ge von sogenannten Lifestyle-Influencern. WĂ€hrend eine Gruppe Szenen von Alkoholkonsum oder alkoholbezogene Bildern zu sehen bekam, enthielt der Feed der Vergleichsgruppe Ă€hnliche Alltagsinhalte derselben Influencer – jedoch ohne Alkohol.

Subtile Szenen statt offener Werbung

Die Forschenden berĂŒcksichtigten bei der Auswertung unter anderem die tĂ€gliche Social-Media-Nutzung, bisherigen Alkoholkonsum sowie frĂŒhere Kontakte mit Alkoholwerbung. Besonders stark war der Effekt bei Personen, die die Influencer als vertrauenswĂŒrdig und glaubwĂŒrdig einschĂ€tzten: Sie berichteten mehr als fĂŒnfmal so hĂ€ufig von erhöhtem Trinkverlangen.

«Keines der Videos war eine offensichtliche Alkoholwerbung», sagte Studienleiter Jon-Patrick Allem von der Rutgers School of Public Health. Es handle sich um subtile Alltagsszenen, wie sie Nutzerinnen und Nutzer beim Scrollen auf Plattformen wie Instagram oder Tiktok sehen. Ziel der Studie sei es gewesen zu zeigen, dass das Verlangen erst nach dem Ansehen der Inhalte entsteht.

Mehr als nur Bildschirmzeit

Zwar belegt das Experiment nicht, ob kurzfristige Lust tatsĂ€chlich zu Alkoholkonsum fĂŒhrt. Dennoch liefere die Studie experimentelle Belege in einer Debatte ĂŒber die Rolle sozialer Medien im Leben junger Menschen. Bisher konzentriere sich die Forschung stark auf Bildschirmzeit, sagte Allem – ein Maß, das die Wirkung der gesehenen Inhalte ausblende. «Die Online-Welt hat die FĂ€higkeit, Offline-Verhalten zu beeinflussen», betont er.

Die Autoren sehen jedoch Hinweise darauf, dass digitale Inhalte das Verhalten junger Menschen beeinflussen können. Gerade weil ein frĂŒherer Alkoholeinstieg das Risiko fĂŒr spĂ€tere gesundheitliche Probleme erhöhe, mĂŒsse PrĂ€vention auch soziale Medien stĂ€rker in den Blick nehmen.

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