âISS der Arktisâ startet in die einjĂ€hrige Drift durch das Nordpolarmeer
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 10:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMit der âTara Polar Stationâ hat ein internationales Forscherteam eine ungewöhnliche einjĂ€hrige Expedition in der Arktis begonnen.
Expedition im arktischen Eis
Zwölf Menschen sollen sich mit dem Spezialschiff im Meereis einschlieĂen lassen und bis zu ein Jahr lang ĂŒber das Nordpolarmeer driften. Ziel ist es, den Zustand des polaren Ozeans und der Erde besser zu verstehen.
An Bord sind sechs Wissenschaftler und sechs Besatzungsmitglieder. Die Station wurde so gebaut, dass sie dem Eisdruck standhÀlt und Forschung unter extremen Bedingungen ermöglicht.
Hund an Bord
Zu dem Team gehört auch ein Finnischer Lapphund namens Ărkki. Er soll auf dem Eis und an Deck frĂŒhzeitig vor EisbĂ€ren warnen und so zur Sicherheit der Besatzung beitragen.
Die Wissenschaftler können frĂŒhestens Mitte April kommenden Jahres abgelöst werden. Bis dahin sind sie auf Versorgung, Disziplin und einen engen Alltag auf engem Raum angewiesen.
Forschung unter Extrembedingungen
Das Projekt ist als Driftstation angelegt und knĂŒpft an ein bewĂ€hrtes Forschungskonzept an. Das Spezialschiff soll Messdaten zu Klima, Ozean und arktischem Ăkosystem liefern.
Die Expedition gehört zu einem international angelegten Forschungsverbund mit mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Arktis in einer Phase schneller VerÀnderungen entwickelt.
Warum diese Expedition wichtig ist
Die âTara Polar Stationâ ist ein ungewöhnliches Forschungsprojekt mit hoher wissenschaftlicher Reichweite: Ein Team aus zwölf Menschen soll ĂŒber Monate im arktischen Meereis leben und arbeiten, um den Nordpolarmeerraum unter Extrembedingungen zu untersuchen. Solche Driftexpeditionen sind selten, weil sie teuer, logistisch aufwendig und von Wetter, Eis und Versorgung abhĂ€ngig sind.
Was die Forschung verspricht
Im Zentrum steht nicht nur die Beobachtung des Eises, sondern das Zusammenspiel von AtmosphĂ€re, Ozean, Meereis und Organismen. Gerade die Arktis verĂ€ndert sich besonders schnell; dort wirkt sich die ErwĂ€rmung auf Eisbedeckung, NĂ€hrstoffkreislĂ€ufe und das Ăkosystem aus. Dass mehrere Einrichtungen aus verschiedenen LĂ€ndern beteiligt sind, zeigt, wie stark Polar- und Klimaforschung heute international vernetzt ist.
Risiko, Isolation und Alltag an Bord
FĂŒr Leser zeigt das Projekt auch, wie extrem Feldforschung in der Arktis geworden ist. Die Station muss Sicherheit, Versorgung und Datenerhebung zugleich gewĂ€hrleisten, wĂ€hrend das Team in Dunkelheit, KĂ€lte und Isolation arbeitet. Der Hund als EisbĂ€renwarnung ist dabei kein kurzes Detail, sondern Teil eines Alltags, in dem menschliche PrĂ€senz auf minimale Fehlerreserven angewiesen ist.
