Windows-10-Support-Ende: Viele Nutzer vor GerÀte-Neukauf
15.12.2025 - 12:19:50Fast jeder dritte Nutzer von Windows 10 in Deutschland geht davon aus, sich wegen des Support-Endes fĂŒr das Microsoft-Betriebssystem wohl einen neuen Computer anschaffen zu mĂŒssen oder hat dies bereits getan. Das zeigt eine reprĂ€sentative Online-Befragung von 800 Windows-Nutzern in Deutschland im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).Â
Auf die Frage: «Was glauben Sie: MĂŒssen Sie aufgrund der Einstellung des Windows-10-Supports und der Umstellung auf Windows 11 einen neuen Rechner anschaffen - oder mussten Sie das vielleicht bereits?» antworteten den Angaben zufolge 31 Prozent mit «Ja, ziemlich sicher» beziehungsweise «musste ich bereits».Â
Gut jeder Dritte geht ins Risiko
Knapp die HĂ€lfte (46 Prozent) gab an, bereits auf Windows 11 umgestiegen zu sein, beziehungsweise dies vorzuhaben. Ungeachtet der damit verbundenen Risiken wollen laut Umfrage 34 Prozent Windows 10 weiter nutzen, auch wenn keine Updates mehr zur VerfĂŒgung stehen. Den Wechsel auf ein anderes Betriebssystem planen demnach vier Prozent beziehungsweise haben diesen bereits vollzogen.Â
Microsoft hatte angekĂŒndigt, den kostenlosen Standardsupport fĂŒr Windows 10 am 14. Oktober endgĂŒltig zu beenden. Mit eventuellen SicherheitslĂŒcken wĂ€ren die Nutzer des Betriebssystems dann allein geblieben, es sei denn, sie nutzten die Möglichkeit, gegen GebĂŒhr fĂŒr einen begrenzten Zeitraum noch Sicherheitsupdates zu erhalten.Â
Wenige Wochen vor dem Termin wurde der Support dann um ein Jahr verlĂ€ngert fĂŒr registrierte Kundinnen und Kunden. Zudem gibt es die Möglichkeit, ĂŒber ein kostenpflichtiges Programm fĂŒr ein weiteres Jahr Updates zu erhalten. Da Windows 11 höhere Anforderungen an die Hardware stellt, benötigt ein Teil der Nutzer fĂŒr die Umstellung ein neues GerĂ€t.Â
Schwierige Entscheidung
Die Verbraucherzentrale kritisiert, Microsoft habe viele Verbraucherinnen und Verbraucher vor die schwierige Entscheidung gestellt, Geld fĂŒr ein neues GerĂ€t auszugeben oder die eigene digitale Sicherheit zu riskieren. Daran habe auch die spontane VerlĂ€ngerung fĂŒr den Softwaresupport nichts geĂ€ndert.
«Das Vorgehen von Microsoft hat fĂŒr eine Menge unnötigen Elektroschrott gesorgt und den Geldbeutel vieler Menschen belastet», sagt vzbv-VorstĂ€ndin Ramona Pop. Die EU mĂŒsse nun klare Vorgaben fĂŒr Support-ZeitrĂ€ume machen. Diese mĂŒssten an die Nutzungsdauer der GerĂ€te angepasst werden.


