Einbrüche, Fälle

Einbrüche 2025: 82.920 Fälle registriert, 5,7% Anstieg

25.06.2026 - 21:44:22 | boerse-global.de

Bundeskriminalamt meldet 5,7 Prozent mehr Wohnungseinbrüche. Behörden raten zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in der Reisezeit.

Einbruchswelle 2025: So schützen Sie Ihr Zuhause im Urlaub
Einbrüche - Eine dunkle Silhouette versucht, ein Schloss an einer modernen, sicheren Wohnungstür zu knacken, mit einem leichten Schein von einem digitalen Sicherheitspanel. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

920 Wohnungseinbrüche registrierte das Bundeskriminalamt für 2025. Das sind 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Angesichts der Reisesaison rufen Sicherheitsbehörden zu mehr Vorsicht auf.

Hohe Dunkelziffer alarmiert

Nur 57 Prozent aller Einbrüche werden überhaupt gemeldet. Das ergab die Dunkelfeldstudie SKiD aus dem Jahr 2024. Die aktuelle Warnung bekommt durch eine Serie von Straftaten in den letzten Tagen zusätzliches Gewicht.

Am frühen Morgen des 25. Juni fuhren Täter in Kleve mit einem Fahrzeug in die Schaufensterfront eines Juweliers. In Haselünne schlugen Einbrecher ebenfalls bei einem Juwelier zu. In Mainburg drangen Unbekannte gewaltsam in eine Werkstatt ein.

Trickdiebe nutzten in Iphofen die Gutgläubigkeit von Senioren aus. Sie gaben sich als Heizungsableser aus und entwendeten Schmuck. Experten raten, Sicherungssysteme regelmäßig zu überprüfen.

Digitale Fallen in der Urlaubszeit

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor gefälschten Buchungsbestätigungen und unsicheren öffentlichen WLAN-Netzwerken. Reisende sollten Zwei-Faktor-Authentisierung und VPN-Verbindungen nutzen.

Öffentliche USB-Ladestellen sind tabu – besser eigene Ladekabel verwenden. Wer verreist, sollte zudem den heimischen Router deaktivieren. Das schließt digitale Einfallstore.

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Der EU-Roaming-Standard „Roam-like-at-home“ ermöglicht zwar 5G-Nutzung ohne Aufpreis. Doch spezifische Dienstleistungen können trotzdem unerwartete Mehrkosten verursachen.

Soziale Medien als Einbrecher-Werkzeug

Die Polizei Niederbayern und das Netzwerk „Zuhause sicher“ beobachten einen besorgniserregenden Trend: Einbrecher durchforsten soziale Netzwerke nach Urlaubsposts. Wer seine Reisebilder teilt, signalisiert: Ich bin nicht zu Hause.

Die Devise lautet: Fotos erst nach der Rückkehr veröffentlichen. Auch auf dem Anrufbeantworter sollten keine Reisehinweise hinterlassen werden.

Mechanischer Einbruchschutz bleibt das A und O. Fenster und Türen müssen vollständig verschlossen sein – gekippte Fenster sind ein leichtes Ziel. Branchenexperten zufolge ließen sich rund 90 Prozent der Einbrüche durch normgerechte Sicherheitstechnik verhindern.

Gutachter Patrick Wilma empfiehlt ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Es kombiniert sichtbare Abschreckung mit der Anbindung an 24-Stunden-Leitstellen.

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Infoveranstaltung in Unterschleißheim

Die Münchner Polizei klärt Anfang Juli im AWO-Begegnungszentrum Unterschleißheim über aktuelle Betrugsmaschen und effektiven Einbruchschutz auf. Kostenlose Beratungen bieten zudem die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen an.

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