Studie relativiert Eltern-Mythos zu Sorgen um Klima
02.06.2025 - 14:11:29 | dpa.de
Die Geburt eines Kindes hat insgesamt nur einen geringen Einfluss auf die Umwelt- und Klimasorgen der Eltern. Zu diesem Ergebnis kommt eine reprĂ€sentative Studie der UniversitĂ€t Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Trinity College in Dublin. «Unsere Studie zeigt, dass sich die verbreitete Annahme, Menschen wĂŒrden sich durch die Geburt eines Kindes verstĂ€rkt um Umwelt und Klima sorgen, so pauschal nicht bestĂ€tigen lĂ€sst», sagte die Soziologin Gundula Zoch von der UniversitĂ€t Oldenburg.Â
Die vorausgegangene Hypothese basiert auf der Vermutung, dass Eltern ihren Kindern eine sichere Zukunft wĂŒnschen und befĂŒrchten, dass Umwelt- und Klimaprobleme diese gefĂ€hrden. «TatsĂ€chlich zeigen unsere Ergebnisse jedoch, dass Eltern rund um die Geburt tendenziell von etwas weniger Sorgen um Umwelt und Klima berichten», betonte Zoch.
Der Grund dafĂŒr liege darin, dass der Alltag mit einem Baby andere, unmittelbare PrioritĂ€ten mit sich bringe. Der Umwelt- und Klimaschutz rĂŒcke in den Hintergrund. Erst wenn die Kinder im Schulalter seien, Ă€uĂern Eltern wieder Ă€hnliche Sorgen wie vor der Geburt. Zoch wertete fĂŒr die Studie zusammen mit einer Kollegin Umfragedaten des Sozio-oekonomischen Panels von 1984 bis 2020 aus. FĂŒr dieses werden jedes Jahr dieselben Menschen in Deutschland befragt.
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