ElixirOffice, Mandrake-Linux-Gründer

ElixirOffice: Mandrake-Linux-Gründer Gaël Duval startet Office-Alternative

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 09:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die neue Bürosoftware bietet lokale Dokumentverarbeitung und optionale KI, basiert jedoch auf einem umstrittenen Euro-Office-Projekt.
Ein minimalistischer, heller Arbeitsplatz mit einem leeren Holztisch und einer Pflanze in einem ruhigen, aufgeräumten Raum. Illustration mit AI erstellt.

Gaël Duval, der Gründer von Mandrake Linux und des mobilen Betriebssystems /e/OS, hat mit ElixirOffice eine neue quelloffene Bürosoftware veröffentlicht.

Wie aus Berichten von it-daily.net und tsecurity.de vom 19. Oktober 2026 hervorgeht, bildet die Suite das Menüband, die gewohnten Tastenkürzel sowie die Dokumentdarstellung von Microsoft Office gezielt nach. Duval lud bereits erste Tester dazu ein, das Programm zu erproben. Das entsprechende Projekt steht auf der Plattform GitHub öffentlich zur Verfügung.

Technische Basis und Entwicklung mit KI-Unterstützung

Nach Angaben von Duval entstand ElixirOffice unter Zuhilfenahme von Künstlicher Intelligenz. Das Softwarepaket basiert auf Euro-Office, einer Abspaltung der etablierten Lösung OnlyOffice. Die Anwendung wird unter der freien Lizenz GNU AGPL v3.0 kostenlos bereitgestellt.

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Zur Zielgruppe gehören Anwender verschiedener Plattformen: Die Suite läuft auf Desktop-Systemen unter Windows, macOS und Linux. Darüber hinaus stellen die Entwickler eine separate Server-Version bereit.

Datenschutz und lokale Datenverarbeitung

Ein zentrales Merkmal der Software ist der Fokus auf die Privatsphäre. ElixirOffice erfasst laut den Berichten keinerlei Telemetriedaten. Bei der Verwendung der Desktop-Ausgabe sowie bei der lokalen Dateikonvertierung verbleiben sämtliche Dokumente vollständig auf dem Rechner der Nutzer.

Trotz der datenschutzorientierten Ausrichtung müssen Anwender nicht auf moderne Assistenzsysteme verzichten. Zusätzliche KI-Funktionen sind in ElixirOffice optional integriert. Diese lassen sich flexibel über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle einbinden oder für maximale Datensicherheit auch vollständig lokal über das Werkzeug Ollama betreiben.

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Spannungen um die Ursprungskonstruktion

Das Projekt startet allerdings in einem juristisch und politisch aufgeladenen Umfeld. Die lettische Ascensio System SIA, das Unternehmen hinter OnlyOffice, wirft dem Euro-Office-Projekt Lizenzverstöße vor.

Die Verantwortlichen von Euro-Office weisen die Kritik zurück und begründen ihre Abspaltung ihrerseits mit mangelnder Transparenz sowie bestehenden Russland-Verbindungen von OnlyOffice. Durch das Aufsetzen auf Euro-Office ist nun auch Duval mit ElixirOffice Teil dieses Spannungsfelds der beiden Open-Source-Lager geworden.

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