USA, Computer

Oracle-Gründer Ellison überholt Musk in Milliardär-Liste

10.09.2025 - 16:59:43 | dpa.de

Elon Musk führte mit großem Abstand die Liste der reichsten Menschen der Welt an. Doch buchstäblich über Nacht rückte ihm ein Tech-Unternehmer aus einer anderen Generation auf die Pelle.

Larry Ellison gründete in den 70er Jahren die Software-Firma Oracle mit. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Nach einem Kurssprung bei der Aktie des Software-Konzerns Oracle hat der 81-jährige Gründer Larry Ellison in der Liste der reichsten Menschen der Welt des Finanzdienstes Bloomberg Tech-Milliardär Elon Musk überholt. Ellisons Vermögen wuchs nach Bloomberg-Berechnungen durch den Schub zum US-Handelsbeginn am Mittwoch um rund 100 Milliarden Dollar - der bisher größte Anstieg binnen eines Tages. In der Rangliste des Finanzdienstes komme Ellison danach auf ein geschätztes Vermögen von 393 Milliarden Dollar und Musk auf 385 Milliarden Dollar, hieß es.

Beim Magazin «Forbes», das Musks Vermögen mit aktuell gut 463 Milliarden Dollar deutlich höher einschätzt, blieb der Tesla-Chef hingegen weiter auf Platz eins. Wie viel Ellison auf die Geldwaage bringt, ist einfacher zu berechnen: Sein Vermögen besteht hauptsächlich aus dem Anteil von gut 40 Prozent an Oracle. Bei Musk ist es zwar größtenteils die Tesla-Beteiligung - aber bei ihm müssen auch Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen wie der Raumfahrtfirma SpaceX oder seiner KI-Schmiede xAI mitberechnet werden. 

Oracle wächst rasant im Cloud-Geschäft 

Die Oracle-Aktie stieg im frühen US-Handel zeitweise um 40 Prozent. Der Tech-Konzern hatte die Anleger mit der Prognose für die Entwicklung seines Cloud-Geschäfts begeistert. Im vergangenen Quartal wuchsen die Erlöse bei Cloud-Infrastruktur im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Oracle sagte aber für das laufende Geschäftsjahr ein Plus von 77 Prozent auf 18 Milliarden Dollar voraus. Und für das Geschäftsjahr, das Ende Mai 2030 auslaufen wird, peilt der Konzern Cloud-Umsätze von 144 Milliarden Dollar an.

Oracle wittert ein großes Geschäft bei Rechenzentren für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Der Konzern will in Zukunft in großem Stil den ChatGPT-Entwickler OpenAI mit Rechenleistung aus der Cloud versorgen. Zu aktuellen Kunden gehören bereits Tiktok und der Chipkonzern Nvidia.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wissenschaft | 68170746 |

Weitere Meldungen

Paul McCartney spielt bei Apple zum 50. Firmenjubiläum. Apple und die Beatles waren einst in einen jahrzehntelangen Streit um Markenrechte verwickelt. Jetzt ist Paul McCartney der Ehrengast beim 50. Jubiläum des iPhone-Konzerns. Paul McCartney spielt bei Apple zum 50. Firmenjubiläum (Unterhaltung, 01.04.2026 - 18:07) weiterlesen...

Apple wird 50 - Vom Garagenstart zum Tech-Giganten Fast pleite - dann Milliardenkonzern: Wie Apple in 50 Jahren die Technikwelt prägte und heute Produkte für Milliarden Menschen liefert. (Wissenschaft, 01.04.2026 - 06:00) weiterlesen...

Tech-Allianz startet Gegenentwurf zu Microsoft Office. Was Nutzer jetzt testen können – und warum das Projekt politisch brisant ist. Kompatibel, sicher und made in Europe: Die neue Office-Alternative verspricht Unabhängigkeit von US-Konzern Microsoft. (Wissenschaft, 27.03.2026 - 14:00) weiterlesen...

Gericht blockiert Pentagon-Vorgehen gegen KI-Firma Anthropic. Ein Gericht stoppt das Vorgehen des Ministeriums. Die KI-Firma Anthropic verbot die Nutzung ihrer Technik für autonome Waffen und Massenüberwachung – und wurde für das Pentagon zum Gegner. (Ausland, 27.03.2026 - 03:21) weiterlesen...

Musks X scheitert mit Klage gegen abtrünnige Werbekunden Kann man Werbekunden verklagen, weil sie keine Anzeigen mehr schalten wollen? Elon Musk versuchte es - und musste eine Niederlage einstecken. (Wissenschaft, 27.03.2026 - 02:31) weiterlesen...

US-Geschworene: Meta und YouTube warnten nicht vor Risiken. Geschworene in Los Angeles sprachen ihr einen Millionenbetrag zu. Eine junge Frau warf Online-Plattformen in einer US-Klage vor, deren Dienste machten süchtig. (Wissenschaft, 25.03.2026 - 20:41) weiterlesen...