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Entra ID: Microsoft deaktiviert SMS-Authentifizierung ab Februar 2027

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 05:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt die SMS- und Sprachanruf-Authentifizierung für Entra ID bis Februar 2027 ein. Ab September 2026 werden Nutzer auf Passkeys umgestellt, um KI-Angriffe und SIM-Swapping abzuwehren.

Microsoft beendet SMS-Login bei Entra ID: Passkeys als Pflicht ab 2027
Ein moderner, aufgeräumter Büroarbeitsplatz mit einem Laptop bei natürlichem Licht, symbolisch für sichere IT-Umgebungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat eine signifikante Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien für seine Identitätsplattform Entra ID angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Unterstützung für Authentifizierungsverfahren per SMS und Sprachanruf zum 1. Februar 2027 vollständig eingestellt. Dieser Schritt markiert das Ende für zwei der am weitesten verbreiteten, aber zunehmend als unsicher geltenden Methoden der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) im geschäftlichen Umfeld.

Um den Übergang für Organisationen und deren Mitarbeiter proaktiv zu gestalten, leitet der Softwarekonzern bereits im kommenden Jahr eine umfassende Übergangsphase ein. Ab dem 1. September 2026 werden Nutzer systematisch dazu gedrängt, sich für modernere und robustere Sicherheitsmechanismen zu registrieren. Im Mittelpunkt dieser Strategie steht der Einsatz von Passkeys, die als wesentlich widerstandsfähiger gegenüber gängigen Angriffsszenarien gelten als herkömmliche Einmalcodes.

Reaktion auf KI-gestützte Bedrohungen und SIM-Swapping

Der Verzicht auf die SMS-basierte Verifizierung ist eine direkte Reaktion auf die technologische Evolution der Cyberkriminalität. Microsoft begründet diesen strategischen Wechsel mit der massiv gestiegenen Gefahr durch KI-gestützte Phishing-Angriffe. Moderne Werkzeuge der künstlichen Intelligenz ermöglichen es Angreifern heute, Phishing-Kampagnen mit einer Präzision und Geschwindigkeit durchzuführen, die herkömmliche Sicherheitsfilter oft umgehen.

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Ein weiteres zentrales Risiko stellt das sogenannte SIM-Swapping dar. Bei dieser Methode gelingt es Tätern, die Kontrolle über die Mobilfunknummer eines Opfers zu erlangen, indem sie den Mobilfunkanbieter täuschen und die Nummer auf eine eigene SIM-Karte übertragen. Da die zur Verifizierung gedachten SMS-Codes in einem solchen Fall unmittelbar bei den Angreifern eingehen, bietet die herkömmliche Zwei-Faktor-Authentifizierung via Mobilfunknetz keinen ausreichenden Schutz mehr für sensible Unternehmenszugänge.

Auswirkungen auf Unternehmen und Privatanwender

Die angekündigte Deaktivierung betrifft primär Nutzer von Microsoft Entra ID. Das System bildet das Rückgrat der Identitätsverwaltung für Millionen von Unternehmenskunden weltweit. Durch die Verpflichtung zu stärkeren Authentifizierungsmethoden will Microsoft das Schutzniveau für geschäftskritische Daten und Infrastrukturen massiv erhöhen.

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Während der Fokus der aktuellen Ankündigung auf dem professionellen Bereich liegt, wird die Umstellung mittelfristig alle Nutzer des Microsoft-Ökosystems betreffen. Das Unternehmen gab bekannt, dass persönliche Konten für Privatanwender zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls folgen werden. Ein konkretes Datum für diesen zweiten Schritt wurde bisher nicht genannt. IT-Administratoren in Unternehmen sind nun angehalten, die verbleibende Zeit bis zum Stichtag im Jahr 2027 zu nutzen, um die Migration auf phishing-resistente Verfahren wie hardwarebasierte Sicherheitsschlüssel oder biometrische Identifikationsmerkmale vorzubereiten.

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