Entzündungen, Risiko

Entzündungen: 31 Prozent weniger Risiko durch Pflanzen-Vielfalt

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 12:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Intervallfasten senkt Entzündungswerte, Pflanzenvielfalt reduziert Risiken. Diabetes erhöht Alzheimer-Gefahr, probiotischer Joghurt verlangsamt Zellalterung.

Fasten und Pflanzenkost: Neue Studien zu Entzündungen und Demenz
Nahaufnahme von Händen, die ein Glas Wasser halten, mit unscharfem Hintergrund aus frischen pflanzlichen Lebensmitteln. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen signifikante Effekte auf Entzündungswerte und das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen.

Die drei Fasten-Formen im Überblick

Ernährungsmediziner Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin unterscheidet zwischen Intervallfasten, Heilfasten und Scheinfasten. Alle drei Methoden basieren auf dem Prozess der Autophagie – einem zellulären Recyclingprogramm, das durch Nahrungskarenz ausgelöst wird.

Besonders relevant ist das Fasten bei Bluthochdruck und rheumatischen Erkrankungen. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 belegt: Intervallfasten senkt die Entzündungsmarker TNF-? und das C-reaktive Protein (CRP).

Das Intervallfasten setzt auf tägliche Essenspausen, das Heilfasten auf längere Verzichtsphasen. Das Scheinfasten imitiert die Effekte durch gezielte Kalorienreduktion – ohne komplett auf Nahrung zu verzichten.

31 Prozent weniger Entzündungen durch Pflanzen-Vielfalt

Die Zusammensetzung der Nahrung spielt eine entscheidende Rolle. Eine Studie der Tufts University mit über 15.000 Teilnehmern zeigt: Wer mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche isst, senkt sein Entzündungsrisiko um 31 Prozent. Ausreichend Vitamin C reduziert den CRP-Wert zusätzlich um 24 Prozent.

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In sozialen Medien sorgt derzeit der sogenannte „Ozempic-Salat“ für Diskussionen. Die Mischung aus Weißkohl, Gurke und Avocado sättigt zwar durch Ballaststoffe – Fachleute warnen jedoch: Er ersetzt das Medikament Semaglutid nicht. Der Salat enthält zu wenig Proteine.

Diabetes als Alzheimer-Risikofaktor

Der Zusammenhang zwischen Stoffwechselerkrankungen und Demenz wird immer deutlicher. Eine Analyse im Fachmagazin JAMA Network Open zeigt: Typ-2-Diabetes erhöht das Alzheimer-Risiko um 50 Prozent. Bestimmte Medikamente können das Risiko senken – SGLT2-Inhibitoren um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent.

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Die neuen Leitlinien der AHA/ACC zum kardiorenalen metabolischen Syndrom stufen dieses in vier Stadien ein. Sie betonen die Notwendigkeit einer frühzeitigen Intervention. Für Deutschland ist ab 2028 ein Pflicht-Screening auf Typ-2-Diabetes geplant.

Seit Mitte Juli gibt es zudem ein neues System zur kontinuierlichen Glukosemessung für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes. Es überträgt Echtzeitwerte direkt auf das Smartphone.

Joghurt verlangsamt Zellalterung

Auch gezielte diätetische Ergänzungen zeigen Effekte. Eine Studie mit Männern zwischen 50 und 74 Jahren ergab: Täglicher Konsum von 100 Gramm probiotischem Joghurt verlangsamt über drei Monate die Zellalterung um 2,2 Prozent – gemessen mit dem DunedinPACE-Test.

Neben der Ernährung bleiben Bewegung und mentale Gesundheit zentrale Säulen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum zeigt: Bereits 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche erfüllen die WHO-Empfehlungen. Eine Untersuchung der University of Texas belegt zudem: Regelmäßiges Qigong während der Strahlentherapie verbessert die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen und mindert Depressionssymptome.

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