Millionen, Versicherte

ePA-Zugriff: 2,8 Millionen Versicherte brauchen Android 14 oder iOS 18

01.07.2026 - 14:15:00 | boerse-global.de

Zum Monatswechsel endet der MMS-Dienst, die ePA erfordert aktuelle Smartphones und WhatsApp führt Benutzernamen ein.

Juli 2026: MMS-Aus, ePA-Zwang und neue WhatsApp-Features
Millionen - Ein Smartphone-Bildschirm mit komplexen digitalen Schnittstellen und Sicherheitssymbolen, vor einer verschwommenen Stadtlandschaft bei Dämmerung. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein traditionsreicher Dienst verschwindet, die elektronische Patientenakte wird zum Härtetest – und WhatsApp führt Benutzernamen ein.

Ende einer Ära: Der MMS-Dienst wird eingestellt

Ab dem 1. Juli 2026 stellen die verbliebenen deutschen Mobilfunkanbieter den Multimedia Messaging Service (MMS) endgültig ab. Das Format, das einst als moderner Nachfolger der SMS galt, konnte sich gegen Messenger-Dienste nicht behaupten. Jetzt verschwindet es komplett aus den Netzen.

Harte Grenzen für die elektronische Patientenakte

Deutlich schwerwiegender sind die Änderungen im Gesundheitsbereich. Millionen Versicherte verlieren den Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) und das E-Rezept – sofern ihr Smartphone nicht auf dem neuesten Stand ist. Voraussetzung: mindestens Android 14 oder iOS 18.

Der Grund ist die Einführung der sogenannten Elliptic Curve Cryptography (ECC), eines modernen Verschlüsselungsverfahrens. Betroffen sind Apps großer Krankenkassen wie AOK, Techniker Krankenkasse (TK) oder Barmer. Allein die Barmer hat rund 2,8 Millionen digitale Identitäten ausgegeben.

Wer ein älteres Gerät nutzt, kann auf Desktop-Clients ausweichen oder ab Anfang Juli die assistierte Telemedizin in Apotheken nutzen.

WhatsApp führt Benutzernamen ein

Der Messenger-Dienst WhatsApp hat eine grundlegende Änderung gestartet. Seit Ende Juni können Nutzer individuelle Benutzernamen reservieren. Ziel: Kommunikation ohne Preisgabe der privaten Mobilfunknummer.

Die Namen müssen zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und dürfen Kleinbuchstaben, Ziffern, Punkte und Unterstriche enthalten. Ein öffentliches Verzeichnis ist nicht geplant. Zusätzlich gibt es einen optionalen Freischaltcode, den „Username Key“. Die Reservierung startete am 29. Juni – bekannte Persönlichkeiten und Organisationen werden bevorzugt.

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Sicherheitsupdates: Apple und Google schließen Lücken

Apple schließt mit iOS 26.5.2 mehr als 25 Sicherheitslücken, unter anderem in WebKit und Kernel. Branchenbeobachter betonen: Mehrere dieser Schwachstellen wurden mithilfe von KI-Modellen identifiziert.

Google hat ein umfangreiches Update für Chrome vorgelegt. Es adressiert 382 Sicherheitslücken, 15 davon gelten als kritisch. Für Pixel-Nutzer gibt es neue Backup-Funktionen: Mit einem Update der Play-Dienste lassen sich Backups jetzt selektiv für einzelne Apps verwalten. Wer die Sicherung deaktiviert, löscht die entsprechenden Daten sofort aus der Cloud.

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Diese gesetzlichen Änderungen kommen dazu

Neben den technischen Umstellungen greifen zum 1. Juli weitere Neuregelungen:

  • Renten und Soziales: Die Renten steigen um 4,24 Prozent auf 42,52 Euro. Das Bürgergeld wird in die Grundsicherung überführt – die Regelsätze bleiben, die Mitwirkungspflichten werden strenger.
  • Arbeitsmarkt: Im Pflegesektor steigen die Mindestlöhne: Hilfskräfte erhalten 16,52 Euro, Fachkräfte 21,03 Euro pro Stunde.
  • Verbraucherschutz: Verkaufsstellen für Einweg-E-Zigaretten müssen Altgeräte zurücknehmen. Für leichte Nutzfahrzeuge zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen gilt bei grenzüberschreitenden Fahrten eine Fahrtenschreiberpflicht.
  • Handel: Für Bestellungen aus Nicht-EU-Staaten unter 150 Euro Warenwert wird eine neue Zollbearbeitungsgebühr von 3 Euro fällig.
  • Tankrabatt: Der bisherige Tankrabatt endet – Experten rechnen mit Preissteigerungen an den Tankstellen.
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