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EPAM Systems: 5.000 Berater werden auf OpenAI-Modellen zertifiziert

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 00:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

EPAM Systems tritt dem OpenAI Partner Network bei und plant die Zertifizierung tausender Berater. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen.

EPAM Systems: KI-Offensive durch OpenAI-Partnerschaft und Zertifizierungswelle
Moderne Büroumgebung mit digitaler Visualisierung von neuronalen Netzwerken und Datenströmen als Symbol für KI-Expertise. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Integration spezialisierter Kapazitäten für künstliche Intelligenz (KI) in globale IT-Dienstleistungsstrukturen gewinnt an Dynamik. Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist der Beitritt von EPAM Systems zum OpenAI Partner Network als sogenannter „Advanced Partner“. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Implementierung generativer Sprachmodelle in komplexen Unternehmensumgebungen zu skalieren und die personellen Kompetenzen des Dienstleisters massiv auszubauen.

Skalierung der Fachkompetenz und Zertifizierungsoffensive

Im Zentrum der Partnerschaft steht ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm für die Belegschaft. EPAM Systems plant, innerhalb des ersten Jahres nach dem Beitritt mehr als 5.000 Berater für den Einsatz von OpenAI-Modellen zu zertifizieren. Insgesamt sollen dabei über 10.000 formale Qualifikationsnachweise (Credentials) erworben werden.

Diese Initiative stellt einen signifikanten Anteil an der personellen Kapazität des Unternehmens dar. Bezogen auf die rund 56.500 Lieferprofis, die das Unternehmen zum Stand vom 31. März 2026 beschäftigte, betrifft das Zertifizierungsziel etwa jeden elften Mitarbeiter in diesem Bereich. Dieser Fokus auf die Ausbildung unterstreicht die Strategie, KI-Kompetenzen nicht nur punktuell, sondern als breite Basis im Dienstleistungsportfolio zu verankern. Ergänzend dazu pflegt das Unternehmen bereits eine Partnerschaft mit Anthropic, in deren Rahmen 10.000 Architekten auf dem Modell Claude zertifiziert werden sollen.

Operative Umsetzung und organisatorische Integration

Um die technologische Zusammenarbeit mit OpenAI strukturell zu festigen, richtet EPAM Systems eine dedizierte OpenAI-Praxis ein. Die operative Einbindung der Modelle in die Geschäftsprozesse von Kunden, insbesondere von Global-2000-Unternehmen, soll durch spezialisierte Ingenieure erfolgen. Diese sogenannten „Forward-Deployed Engineers“ arbeiten direkt an der Schnittstelle zwischen der Technologieplattform und den spezifischen Anforderungen der Großunternehmen, um die Modelle tief in die jeweiligen Abläufe zu integrieren.

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Das OpenAI Partner Network, dem EPAM nun angehört, wurde im Juni 2026 offiziell eröffnet. Mit einem ursprünglichen Budget von 150 Millionen US-dollar ist das Netzwerk in drei Stufen gegliedert: Select, Advanced und Elite. EPAM positioniert sich mit dem Advanced-Status in der mittleren Kategorie dieses Ökosystems.

Marktreaktion und finanzielle Rahmenbedingungen

Die Bekanntgabe der vertieften Zusammenarbeit wirkte sich unmittelbar auf die Bewertung des Unternehmens an den Finanzmärkten aus. Am 28. Juli 2026 verzeichnete die Aktie von EPAM Systems einen Kursanstieg von 4 Prozent. Analysten bringen diese Reaktion mit der Erwartung in Verbindung, dass die Partnerschaft die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der digitalen Transformation stärken könnte.

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Die wirtschaftliche Ausgangslage des Unternehmens war im Vorfeld der Partnerschaft stabil. Für das erste Quartal 2026 wies EPAM Systems einen Umsatz von 1,400 Milliarden US-Dollar aus, was einer Steigerung von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Detaillierte Einblicke in die aktuelle finanzielle Performance werden für den 6. August 2026 erwartet, wenn das Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht. Die nun eingegangene Partnerschaft verdeutlicht das Bestreben, das Wachstum durch Investitionen in zukunftsfähige Technologiefelder wie die generative KI langfristig abzusichern.

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