Epic-Integration, OpenEvidence

Epic-Integration: OpenEvidence soll Erkenntnisse bei 12 Millionen Besuchen liefern

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Kooperation bringt geprüfte Fachliteratur direkt in Patientenakten und soll medizinisches Personal bei der Versorgung unterstützen.
Ein moderner, heller Krankenhausflur in einer großen medizinischen Einrichtung mit klaren architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Das US-amerikanische Gesundheitssystem NYU Langone Health und das Technologieunternehmen OpenEvidence haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Im Rahmen dieser Kooperation wird die Plattform von OpenEvidence direkt in das klinische Informationssystem Epic eingebettet. Die Integration zielt darauf ab, medizinisches Personal bei jährlich 12 Millionen Patientenbesuchen mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu unterstützen.

Durch die Verknüpfung der Technologie mit dem elektronischen Patientendossier wird peer-reviewte wissenschaftliche Fachliteratur unmittelbar an die jeweilige Patientenakte angebunden. Beide Partner bezeichneten diesen Ansatz als patientenbezogene klinische Intelligenz, die evidenzbasierte medizinische Informationen direkt in den Behandlungsalltag einspeist.

Sichere Skalierung am Point of Care

Verantwortliche beider Organisationen hoben den Nutzen für den Versorgungsalltag hervor. Nader Mherabi, Chief Digital and Information Officer bei NYU Langone Health, erklärte, das Ziel bestehe darin, die Technologie sicher und in praktischer Weise in großem Maßstab zur Anwendung zu bringen.

Daniel Nadler, Chief Executive Officer von OpenEvidence, betonte seinerseits, dass die relevante Fachliteratur nun bei jedem der 12 Millionen jährlichen Patientenbesuche zur Verfügung stehe.

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NYU Langone Health zählt zu den größten universitären Gesundheitssystemen in den USA und belegt im Qualitätsranking von Vizient den ersten Platz. Die Einrichtung umfasst sieben stationäre Krankenhäuser sowie mehr als 400 ambulante Standorte in der Region New York und in Florida.

Jährlich verzeichnet die Organisation 12,4 Millionen ambulante Besuche und mehr als 421.000 Vorstellungen in den Notaufnahmen. Zum Verbund gehören zudem die Family Health Centers, die unter anderem in Brooklyn betrieben werden und auf mehr als 100.000 Patientinnen und Patienten sowie rund 600.000 jährliche Konsultationen kommen.

Insgesamt beschäftigt NYU Langone mehr als 54.000 Angestellte, darunter über 6.000 Ärztinnen und Ärzte sowie Fakultätsmitglieder und mehr als 2.000 Assistenzärzte und Fellows.

Wachsende Verbreitung im klinischen Sektor

OpenEvidence verzeichnet im klinischen Bereich in den Vereinigten Staaten eine zunehmende Nutzung. Nach Angaben von Unternehmenschef Nadler greifen mittlerweile rund zwei Drittel der US-Ärzte auf die Plattform zurück. Mit Stand Oktober registrierte das Unternehmen 1,2 Millionen lizenzverifizierte US-Kliniker sowie 45 Millionen Konsultationen in diesem Monat.

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Neben NYU Langone Health kommt die Lösung bereits in weiteren führenden medizinischen Zentren zum Einsatz. Dazu gehören NewYork-Presbyterian mit zehn Krankenhäusern und rund 350 Standorten sowie die Gesundheitseinrichtungen Mount Sinai und das Krebszentrum Memorial Sloan Kettering (MSK). Mit der Einbindung in das weitverbreitete Epic-System soll der Zugriff auf medizinische Evidenz ohne Medienbrüche direkt während der Dokumentation erfolgen.

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