Twitter, Elon Musk

Musk macht mit Umbenennung von Twitter weiter

26.07.2023 - 18:40:08

Er möchte aus Twitter eine Super-App machen: Tech-MilliardÀr Elon Musk kommt bei der Umbenennung des Dienstes voran.

Twitter-KĂ€ufer Elon Musk kommt bei der Umbenennung des Online-Dienstes in X voran. Der offizielle Account der Plattform lautet seit Mittwoch @X, wĂ€hrend er auch nach Bekanntgabe des neuen Namens zunĂ€chst noch unter @twitter zu finden war. Ein Grund fĂŒr die Verzögerung war offensichtlich: Der Account mit dem Namen @X gehörte einem Fotografen aus San Francisco. Und er sagte dem Technologie-Blog «TechCrunch» noch am Dienstag, dass ihn bisher niemand vom Kurznachrichten-Dienst kontaktiert habe.

Musk kaufte Twitter im Oktober vergangenen Jahres fĂŒr rund 44 Milliarden Dollar. Er hatte schon mehrfach gesagt, er wolle Twitter in eine «App fĂŒr alles» mit dem Namen X umwandeln. Jetzt Ă€ndert er schon mal den Namen. Er kĂŒndigte zudem an, in den kommenden Monaten sollen Kommunikations-Funktionen und die Möglichkeit, sĂ€mtliche GeldgeschĂ€fte ĂŒber die App abzuwickeln, hinzukommen.

Der Tech-MilliardĂ€r rĂ€umte jĂŒngst ein, dass die Werbeerlöse nur noch halb so hoch sind wie vor der Übernahme. Dabei waren Anzeigen traditionell die zentrale Geldquelle des Dienstes. Das «Wall Street Journal» berichtete nun, dass Werbekunden bis Ende des Monats bei einigen Anzeigentypen Rabatte von bis zu 50 Prozent geboten wĂŒrden.

Zugleich wĂŒrden Marken gewarnt, dass sie ihre Verifizierung auf der Plattform verlieren wĂŒrden, wenn ihre Ausgaben fĂŒr Anzeigen eine bestimmte Schwelle unterschreiten, schrieb die Zeitung unter Berufung auf an sie verschickte E-Mails. Die Schwelle ist demnach relativ niedrig: 1000 Dollar in den vergangenen 30 Tagen oder 6000 Dollar binnen eines halben Jahres. Das entspricht in etwa auch der Abo-GebĂŒhr fĂŒr ein Verifikations-Symbol fĂŒr Unternehmen.

Die Konkurrenz-App Threads des Facebook-Konzerns Meta wurde unterdessen Twitter bzw. X noch ein StĂŒck Ă€hnlicher. Man kann sich jetzt auch nur BeitrĂ€ge von Nutzern, denen man folgt, anzeigen lassen. Zuvor gab es diese Möglichkeit nicht und es wurden immer auch von Software ausgesuchte Inhalte beigemischt. In der EU ist Threads weiterhin nicht verfĂŒgbar. Meta verwies als BegrĂŒndung auf offene rechtliche Fragen.

@ dpa.de