Erdbeerernte, Tiefstand

Erdbeerernte: Tiefstand seit 1995 mit 11,3% Rückgang

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 11:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Oktober bietet reichlich heimisches Gemüse, während Erdbeer- und Spargelernten stark einbrechen. Verbraucher profitieren von regionalen Alternativen.

Oktober-Gemüse: Saisonale Vielfalt und clevere Einkaufstipps
Ein reichhaltiger herbstlicher Erntetisch mit Kürbissen, Roter Bete, Pastinaken und verschiedenen Kohlsorten, beleuchtet von warmem Seitenlicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kürbis, Rote Beete, Pastinaken und Schwarzwurzeln stehen jetzt in den Regalen. Auch diverse Kohlsorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl sowie Rot-, Weiß- und Wirsingkohl erreichen ihre Marktreife.

Zucchini, verschiedene Salate, Fenchel und Mangold zählen ebenfalls zur saisonalen Auswahl. Wurzelgemüse wie Möhren, Rettich und Sellerie ergänzen das Angebot. Bei günstiger Witterung halten sich sogar Spätsommer-Gemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken. Im Obstbereich dominieren Äpfel, Birnen, Quitten und Trauben.

Späte Aussaat: So klappt die Herbsternte im Garten

Wer im Oktober frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ernten will, muss bereits im Hochsommer säen. Feldsalat, Spinat, Mangold und Winterportulak können noch im Sommer in die Beete. Auch schnell wachsende Kulturen wie Radieschen, Rettiche, Asia-Salate und Pak Choi eignen sich.

Gartenexperten raten zur Beachtung der Fruchtfolge. Besonders bei Kreuzblütlern sollten Hobbygärtner vermeiden, diese nacheinander auf derselben Fläche anzubauen. Schutznetze gegen Schädlinge und Mulchen unterstützen eine erfolgreiche Herbsternte. Für Spezialkulturen wird bereits im Oktober die Grundlage gelegt: In der Schweiz kommen ab Mitte Oktober die Knoblauchzehen in die Erde – für die Ernte im nächsten Jahr.

Erdbeeren und Spargel: Erntezahlen sinken deutlich

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Die aktuelle Erntesaison zeigt klare Veränderungen. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes wird bei Freiland-Erdbeeren mit rund 71.300 Tonnen gerechnet. Das wäre ein Rückgang von 11,3 Prozent zum Vorjahr – der niedrigste Stand seit 1995. Die Anbaufläche schrumpfte um 2,9 Prozent auf 7.830 Hektar.

Auch beim Spargel geht es bergab. Die erwartete Menge von 100.300 Tonnen liegt 3,4 Prozent unter dem Vorjahr – der niedrigste Wert seit 2010. Regional gibt es Unterschiede: In Niedersachsen stieg die Spargelernte um 5,4 Prozent, während Bayern und Brandenburg Verluste melden. Die Erzeugerpreise für Lebensmittel stiegen im Juni 2026 insgesamt um 1,8 Prozent, manche Produkte wurden aber günstiger.

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Verbraucherschützer raten, im Sommer und frühen Herbst auf regionale Verfügbarkeiten zu achten. Produkte wie Rhabarber oder Spargel haben ihre heimische Saison bereits im Juni beendet – Importware ist dann kritisch zu prüfen. Regionale Alternativen sind Beeren, Kirschen oder ab August die ersten heimischen Äpfel.

Trauben und Birnen starten ihre Hauptsaison im September und stehen im Oktober aus heimischem Anbau zur Verfügung. Wer auf Saisonalität achtet, greift nicht nur zu frischeren Produkten, sondern vermeidet auch Importe aus Regionen mit fragwürdigen Arbeitsbedingungen. Für Spezialitäten wie regionalen Popcornmais verschiebt sich die Ernte im Münsterland erst in den November – nach einer Trocknungsphase landet die Ware dann im Handel.

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