Ernährungsforschung, Deutschland

Ernährungsforschung: Deutschland fusioniert drei Top-Institute zu Großbehörde

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 16:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BfR, MRI und BZfE sollen zum Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung fusionieren. Die neue Großbehörde bündelt Lebensmittelkontrolle und Ernährungsforschung.

Agrarressort plant Mega-Behörde: 2.000 Stellen für Ernährungssicherheit
Modernes Atrium eines Forschungsgebäudes mit minimalistischer Architektur und Wissenschaftlern im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Bundeslandwirtschaftsministerium will mehrere Behörden zu einem Großinstitut mit rund 2.000 Mitarbeitern fusionieren. Die neue Einrichtung soll Lebensmittelsicherheit und Ernährungsforschung bündeln.

Fusion von BfR, MRI und BZfE

Das geplante „Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung“ entsteht durch die Zusammenlegung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE). Damit würde Deutschlands bedeutendste Einrichtung für gesundheitlichen Verbraucherschutz entstehen.

Das Aufgabenspektrum der neuen Behörde umfasst laut den Plänen von Landwirtschaftsminister Alois Rainer:

  • Wissenschaftliche Bewertung der Lebensmittelsicherheit und -qualität
  • Forschung zur Ernährungssicherung
  • Zentrale Ernährungs- und Risikokommunikation
  • Förderung der Ernährungsbildung

Durch die Zusammenlegung sollen Doppelstrukturen in der Ressortforschung wegfallen. Fachleute erwarten kürzere Abstimmungswege und eine effektivere Nutzung wissenschaftlicher Ressourcen.

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Integrationsschritte bis 2029

Die Umstrukturierung läuft mehrstufig. Für den offiziellen Start 2029 ist ein Errichtungsgesetz nötig. Schon vorher greifen vorbereitende Maßnahmen.

Zum 1. Januar 2028 wechseln die Nationalen Referenzlaboratorien vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum BfR. Die operativen Aufgaben des BZfE gehen zeitgleich ans MRI über. So sollen die fachlichen Schwerpunkte schon vor der formalen Fusion geschärft werden.

Offene Standortfrage

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Wer sich auf die neuen Strukturen ab 2028 vorbereiten will, findet in unserem Leitfaden die wichtigsten Integrationsschritte und offenen Fragen – etwa zum künftigen Dienstsitz. So bleiben Sie auch während der Übergangsphase auf dem Laufenden. Leitfaden zur Behördenfusion jetzt sichern

Ein zentraler Punkt bleibt bislang ungeklärt: der künftige Dienstsitz des Mega-Instituts. Die beteiligten Einrichtungen sind derzeit über mehrere Standorte verteilt – die Entscheidung dürfte die weiteren Verhandlungen dominieren.

Das Ministerium verspricht sich von der Reform eine deutliche Effizienzsteigerung bei Politikberatung und Krisenmanagement. Experten sehen darin den Versuch, die deutsche Ernährungsforschung international schlagkräftiger aufzustellen.

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