Zwei weitere LĂ€nder in Afrika melden Mpox
14.10.2024 - 11:38:19Der Kampf gegen die Ausbreitung von Mpox zeigt in Afrika noch keine groĂen Erfolge. Zwei weitere LĂ€nder haben innerhalb der vergangenen sechs Wochen nun Mpox-FĂ€lle gemeldet, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Insgesamt sind es damit 16 LĂ€nder. Erstmals in diesem Jahr wurden FĂ€lle in Sambia und in Ghana entdeckt. Die Zahl der VerdachtsfĂ€lle in ganz Afrika stieg um 3,6 Prozent auf 36.787 (Stand 6. Oktober).
Weiterhin am stĂ€rksten betroffen ist die Demokratische Republik Kongo. 85 Prozent der VerdachtsfĂ€lle wurden dort registriert. Insgesamt wurde das Mpox-Virus (frĂŒher: Affenpocken) in dem Land in gut 6.000 FĂ€llen bestĂ€tigt. Fachleute gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.
Scham verhindert Gang zur KlinikÂ
Zum einen wird nur ein Teil der Menschen mit Hautausschlag getestet, zum anderen suchen vermutlich viele Betroffene gar keine Kliniken auf. Das liegt daran, dass viele sich schÀmen, weil Menschen sich anfangs vor allem durch Sex angesteckt haben. Die Krankheit verbreitet sich durch den direkten Kontakt von Haut oder Schleimhaut. Mittlerweile sind vielfach auch kleine Kinder betroffen.
Die Krankheit löst am ganzen Körper Hautausschlag aus und geht mit Fieber und Gliederschmerzen einher. FĂŒr kleine Kinder und durch anderen Krankheiten bereits geschwĂ€chte Menschen kann sie lebensgefĂ€hrlich sein. Anfang Oktober starteten im Kongo Impfungen gegen Mpox.
Gefahr fĂŒr Europa gering
Insgesamt stieg die Zahl der bestÀtigten Infektionen in ganz Afrika in den vergangenen Wochen stark an. Das liegt vor allem daran, dass jede Woche mehr getestet wird. Die WHO hat Mpox zur «gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite» erklÀrt. EuropÀische Behörden betrachten die Gefahr einer Ausbreitung in Europa aber als gering.





