eSIM-Betrug: Bank stoppt Ponzi-Schema mit 1.450 blockierten Transaktionen
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 07:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Südkoreanische Bank blockiert Schneeballsystem „KReSIM" – Überwachungssystem fängt 1.450 verdächtige Transaktionen ab.
Das Geldinstitut verhinderte durch sein automatisiertes Betrugserkennungssystem (Fraud Detection System, FDS) Schäden von rund 18,5 Milliarden Won – umgerechnet etwa 13,1 Millionen US-Dollar. Die Hintermänner lockten Anleger mit dem Verkauf digitaler SIM-Karten und versprachen hohe Renditen.
Zehntausende Anleger betroffen
Landesweiten Schätzungen zufolge fielen zwischen 20.000 und 30.000 Menschen auf das Ponzi-Schema herein. Der Gesamtschaden dürfte mehrere hundert Milliarden Won betragen. Besonders perfide: Die Masche zielte auf ein breites Publikum – auch zahlreiche in Südkorea lebende Ausländer wurden Opfer.
Die Hana Bank konnte immerhin die Geldbewegungen ihrer eigenen Kunden weitgehend sichern. Doch wie viele andere Institute betroffen sind, bleibt offen.
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Abwehr seit Februar aktiv
Die Bank hatte ihre Sicherheitsszenarien für das Überwachungssystem bereits im Februar 2026 angepasst. Dadurch erkannte das FDS die ungewöhnlichen Zahlungsströme im Zusammenhang mit den eSIM-Verkäufen frühzeitig. Das System wurde gezielt auf komplexe Betrugsmuster im Telekommunikationssektor trainiert.
Der Fall reiht sich ein in eine wachsende Welle krimineller Aktivitäten rund um mobile Identitäten und digitale Vermögenswerte. Erst kürzlich deckten Ermittler in Indien mehrere Dutzend manipulierte SIM-Karten-Verbindungen auf, die für Cyberkriminalität in Millionenhöhe missbraucht wurden. Auch gefälschte Anlageangebote im Zusammenhang mit Insolvenzmassen gelten Branchenexperten zufolge als zunehmende Bedrohung.
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