Euro-Office startet am 9. Juni: Europas Open-Source-Alternative zu Office
02.06.2026 - 08:30:47 | boerse-global.de
Am 9. Juni 2026 startet mit Euro-Office eine browserbasierte Open-Source-Alternative zu Microsoft Office – entwickelt von einem europäischen Konsortium.
Die Plattform basiert auf der OnlyOffice-Technologie und wird von namhaften Partnern wie IONOS, Nextcloud, XWiki und OpenProject getragen. Das Ziel: europäischen Unternehmen und Behörden mehr Datenhoheit zu geben und die Abhängigkeit von US-Softwarekonzernen zu verringern.
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Volle Kompatibilität mit gängigen Formaten
Euro-Office unterstützt alle wichtigen Dateiformate: DOCX, XLSX und PPTX ebenso wie die offenen Standards ODT, ODS, ODP und PDF. Nutzer müssen sich also keine Sorgen um die Kompatibilität mit bestehenden Dokumenten machen.
Das Projekt versteht sich als souveräne europäische Lösung – ein Gegenentwurf zu den Dominanzverhältnissen im Bürosoftware-Markt, der seit Jahrzehnten von Microsoft geprägt wird.
Microsoft senkt Preise – und zieht Server-Angebote zurück
Parallel zur Ankündigung von Euro-Office sorgte Microsoft mit deutlichen Preisnachlässen für Aufsehen. Am 30. Mai 2026 bot der Konzern im Rahmen eines Jubiläumsverkaufs Office 2024 Professional Plus für umgerechnet rund 15 Euro an. Windows 11 Pro war für etwa 11 Euro zu haben, ein Fünf-PC-Paket für knapp 48 Euro.
Doch der Konzern bereitet auch Änderungen vor: Windows Server 2022-Images werden ab dem 9. Juni 2026 aus dem Microsoft Marketplace entfernt. Bestandskunden müssen dann auf neuere Versionen migrieren, um weiterhin Support zu erhalten.
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KI-Tool und Planungsvorlagen erweitern Angebot
Der Markt für Produktivitätssoftware wird zudem durch spezialisierte Werkzeuge ergänzt. Im Juni 2026 soll mit AI Handler eine Plattform an den Start gehen, die versionierte und zusammensetzbare Prompt-Vorlagen verwaltet – ein Zeichen für die zunehmende Integration künstlicher Intelligenz in die tägliche Büroarbeit.
Auch Planungsvorlagen sind gefragt: Der Radio Advertising Bureau (RAB) hat offizielle Sendeplan-Kalender als PDF veröffentlicht, darunter Ein-, Zwei- und Drei-Jahres-Versionen für die Medienbranche.
Was der Start bedeutet
Die Einführung von Euro-Office fällt in eine Zeit, in der europäische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verstärkt nach digitaler Souveränität streben. Ob die Open-Source-Lösung tatsächlich eine ernsthafte Alternative zu Microsoft Office wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Klar ist: Der Wettbewerb im Bürosoftware-Markt wird intensiver – und das kommt letztlich den Nutzern zugute.
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