Deutschland, Europa

EU-Kommission will DSL-Aus und Internetmarkt reformieren

21.01.2026 - 10:39:47 | dpa.de

Europas digitale UnabhĂ€ngigkeit und ein Binnenmarkt fĂŒr das Netz: In den Digitalpolitik-VorschlĂ€gen der EU-Kommission steckt viel drin. Was bedeutet das fĂŒr Verbraucher?

  • Deutschland wird Prognosen zufolge auch bis 2030 keine vollstĂ€ndige Abdeckung mit Glasfaser erreichen. (Symbolbild) - Foto: Michael Reichel/dpa
    Deutschland wird Prognosen zufolge auch bis 2030 keine vollstÀndige Abdeckung mit Glasfaser erreichen. (Symbolbild) - Foto: Michael Reichel/dpa
  • Die EU-Kommission will bis spĂ€testens 2035 DSL-Verbindungen durch moderne AnschlĂŒsse ersetzen. (Symbolbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa
    Die EU-Kommission will bis spĂ€testens 2035 DSL-Verbindungen durch moderne AnschlĂŒsse ersetzen. (Symbolbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa
Deutschland wird Prognosen zufolge auch bis 2030 keine vollstĂ€ndige Abdeckung mit Glasfaser erreichen. (Symbolbild) - Foto: Michael Reichel/dpa Die EU-Kommission will bis spĂ€testens 2035 DSL-Verbindungen durch moderne AnschlĂŒsse ersetzen. (Symbolbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa

Mehr Menschen in Deutschland und anderen EU-Staaten sollen schnelles Internet bekommen. Die EU-Kommission will durch eine Marktreform fĂŒr eine bessere 5G-Netzabdeckung sowie mehr Glasfaser-Ausbau sorgen, wie aus einem in Straßburg vorgestellten Gesetzesvorschlag hervorgeht. 

Bis spĂ€testens 2035 sollen in der gesamten EU demnach alte DSL-Verbindungen durch moderne InternetanschlĂŒsse ersetzt werden. DafĂŒr sollen die Mitgliedstaaten dem Vorschlag nach bis 2029 verbindliche PlĂ€ne vorlegen. 

Die BrĂŒsseler Behörde betonte, dass die Verbraucher durch die DSL-Abschaltungen keine Nachteile erfahren dĂŒrften und sich auf eine durchgehende Versorgung mit Internet verlassen können mĂŒssten. Vereinzelte Ausnahmen soll es demnach geben, wenn Kupferleitungen noch immer die beste Lösung bleiben, etwa weil der Verbau von Glasfaser zu teuer ist. 

Wie die EU-Kommission bei 5G aufholen will

Daneben sollen die VorschlĂ€ge zu mehr Investitionen im Ausbau von Mobilfunknetzen fĂŒhren. Europa war bei der EinfĂŒhrung von 5G hinter seinen internationalen Konkurrenten hinterhergehinkt, wie die EU-Kommission 2024 selbst einrĂ€umte. Sie fĂŒhrt das auch auf große Unterschiede zwischen den EU-Staaten bei der Genehmigung von Frequenzen zurĂŒck. Das soll besonders bei der nĂ€chsten Generation des Mobilfunkstandards (6G) nicht wieder passieren - auch um wirtschaftlich nicht den Anschluss zu verlieren. 

Die Vergabe von Frequenzen an Telekommunikationsanbieter soll neu geregelt werden. Die EU-Kommission will die Vergabe von Mobilfunkfrequenzen vereinheitlichen und zudem unbefristet machen, um Telekom, Vodafone und Co. mehr Planungssicherheit zu geben. In Deutschland hatten die zuletzt 2019 versteigerten Lizenzen eine Laufzeit bis 2040.

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