Excel PIVOTBY: Pivot-Tabellen jetzt automatisch aktualisiert
11.06.2026 - 18:02:43 | boerse-global.de
Excel-Nutzer können ab sofort Daten per Formel zusammenfassen – ganz ohne manuelle Pivot-Tabellen.
Microsoft hat mit der PIVOTBY-Funktion eine neue Ära der Datenanalyse in Excel eingeläutet. Die Funktion, die für Microsoft 365 verfügbar ist, erlaubt es Anwendern, Daten direkt über Formeln zu aggregieren und zu organisieren. Das Besondere daran: Anders als herkömmliche Pivot-Tabellen aktualisiert sich das Ergebnis automatisch, sobald sich die Quelldaten ändern. Kein manuelles Aktualisieren mehr nötig.
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So funktioniert die neue Formel-Welt
Die Syntax der PIVOTBY-Funktion umfasst Parameter für Zeilenfelder, Spaltenfelder, Werte und spezifische Summierungsfunktionen. Das klingt technisch – und ist es auch. Doch der Vorteil liegt auf der Hand: Wer regelmäßig mit sich ändernden Daten arbeitet, spart künftig jede Menge Zeit.
Ergänzend dazu hat Microsoft am 9. Juni 2026 neue Richtlinien zu Berechnungsmethoden veröffentlicht. Die Dokumentation listet eine Reihe von Summierungsfunktionen auf: Summe, Anzahl, Mittelwert, Maximum, Minimum und Produkt. Auch benutzerdefinierte Berechnungen wie Prozentanteile, Differenzen und laufende Summen sind abgedeckt – sowohl für OLAP- als auch für Nicht-OLAP-Datenquellen.
Smarte Workflows für Finanz- und Datenanalyse
Excel-Nutzer kombinieren die neuen Funktionen längst zu ausgefeilten Analyse-Workflows. Ein aktuelles Schulungsmaterial vom 10. Juni zeigt, wie die SUBTOTAL-Funktion für dynamische Zusammenfassungen genutzt wird – sie passt sich automatisch an gefilterte Daten an. Zusammen mit IF-Formeln zur Datenklassifizierung und Slicern entstehen interaktive Analyse-Dashboards.
Besonders spannend: Die automatisierte Dateneingabe hält Einzug in Excel. Neue Workflows demonstrieren, wie Tools wie Zapier Buchungen aus QuickBooks Online direkt in Excel-Tabellen auf OneDrive importieren. Diese automatisch befüllten Tabellen lassen sich dann per Pivot-Tabelle auf Unstimmigkeiten prüfen – etwa auf Ungleichgewichte zwischen Soll und Haben.
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Power BI und das große Ganze
Die Excel-Neuerungen sind Teil einer größeren Offensive. Am 9. Juni gab Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit mehrerer Power-BI-Features bekannt: DAX User-Defined Functions (UDFs), Shape Maps und eine Auto-Expand-Funktion für Matrizen. Ziel ist es, Berichte zu vereinfachen und Datenmodellierung weniger komplex zu machen.
Auch Drittanbieter ziehen nach. Workday testet eine KI-gesteuerte Funktion namens Adaptive Decision Intelligence. Sie soll Finanzteams ab Herbst 2026 erlauben, Daten aus OneDrive, Google Drive und Snowflake per natürlicher Sprachabfrage abzurufen – und daraus Modelle zu erstellen oder Budgetabweichungen zu identifizieren.
Sicherheitslücke und Forschung
Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Administratoren wurden aufgefordert, PhpSpreadsheet-Installationen zu aktualisieren. Grund ist eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2026-45034), die Remotecodeausführung ermöglicht. Betroffen sind Versionen 1.x bis 1.30.4. Der Patch in Version 1.30.5 schließt eine Umgehung der Datei-Wrapper-Identifikation.
In der Forschung sorgt derweil ChartNet für Aufsehen. Das Gemeinschaftsprojekt von MIT und IBM umfasst 1,5 Millionen synthetische Diagramm-Beispiele. Ziel: KI-Modelle sollen lernen, die aus Excel und anderen Tabellenkalkulationen erzeugten Visualisierungen besser zu verstehen und zu interpretieren.
