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Excel Web: Sitzungen um das Zehnfache gestiegen in sechs Jahren

Veröffentlicht am: 05.07.2026 um 13:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Web-Version von Microsoft Excel verzeichnet einen rasanten Anstieg der Nutzung. KI-Funktionen und Homeoffice-Trend treiben das Wachstum an.

Microsoft Excel Web: Zehnfaches Sitzungswachstum in sechs Jahren
Verschiedene Fachleute arbeiten gemeinsam an einer digitalen Tabelle, die Echtzeit-Teamarbeit und Datenfluss auf einem Computerbildschirm zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Zahl der Sitzungen in der Web-Version von Excel ist innerhalb von sechs Jahren um das Zehnfache gestiegen.

Vom Nischenprodukt zum Massentool

Brian Jones, Leiter der Excel-Produktgruppe bei Microsoft, führt das Wachstum auf veränderte Arbeitsgewohnheiten und strategische Investitionen zurück. Bereits vor rund acht Jahren begann der Konzern, die Web-Version massiv auszubauen – mit Erfolg. Was einst als abgespeckte Alternative galt, bietet heute zentrale Funktionen wie Pivot-Tabellen, Diagramme, bedingte Formatierung und vor allem: Echtzeit-Zusammenarbeit.

Der entscheidende Katalysator: die Verlagerung ins Homeoffice. Teams arbeiten verteilt – und die Web-Version ermöglicht nahtlose Kooperation, ohne dass jeder die Desktop-Software installiert haben muss. Hinzu kommt: Wer ein Microsoft-Konto besitzt, nutzt die Web-Version kostenlos.

Google Sheets bleibt stark – aber unter Druck

Trotz des Erfolgs gibt es Konkurrenz. Google Sheets dominiert weiterhin in Bildungseinrichtungen und bei Start-ups. Erst am 3. Juli 2026 rollte Google eine Funktion aus, mit der Nutzer 3D-Balkendiagramme aus anderen Anwendungen importieren können – inklusive Formatierung.

Microsoft arbeitet parallel daran, Altlasten abzubauen. Mit dem Update auf Version 2508 blockiert Microsoft 365 Apps standardmäßig veraltete FrontPage-RPC-Protokolle. Das schließt Sicherheitslücken – belastet aber Nutzer, die auf ältere WebDAV- oder SharePoint-Zugriffe angewiesen sind.

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KI als nächster Wachstumstreiber

Microsoft setzt voll auf künstliche Intelligenz. Die Web-Version von Excel erhält KI-Copilot-Funktionen – etwa erklärbare KI für Finanzmodelle, Planungsmodi und spezielle Finanzdaten-Connectoren.

Bis August 2026 sollen die bisher getrennten Copilot-Chatbots für Verbraucher und Unternehmen zu einer einzigen Anwendung verschmelzen. Diese wird dann Aufgaben vom Programmieren bis zu Geschäftsprozessen abdecken. Aktuell zählt Microsoft über 100 Millionen monatlich aktive Copilot-Nutzer. Die Zahl der zahlenden Kunden stieg von 15 Millionen im Januar auf 20 Millionen im April dieses Jahres.

Großkonzerne steigen ein

Die Technologie findet zunehmend den Weg in die Unternehmenspraxis. Haleon PLC gab am 5. Juli 2026 eine fünfjährige Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Der Gesundheitskonzern will Azure und Copilot nutzen, um Routineaufgaben zu automatisieren und Entscheidungen zu unterstützen.

Insight Enterprises wiederum führt die Microsoft 365 E7 Frontier Suite für 14.000 Mitarbeiter ein. Das Paket enthält spezialisierte KI-Agenten und Governance-Tools zur Überwachung der Einführung.

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Mit neuen Tarifen wie „AutoPilot“ – Hintergrund-KI für Routineaufgaben – und einer neuen Beratungseinheit, der Microsoft Frontier Division, untermauert der Konzern seine Strategie. Ein Investitionsvolumen von 25 Milliarden Dollar unterstreicht: Microsoft setzt alles auf die KI-Karte.

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