Exchange Online: Microsoft verdoppelt Archivlimit auf 3 TB ab November
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 07:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer US-Softwarekonzern Microsoft baut die Sicherheits- und Datenverwaltungsfunktionen seiner Plattform Purview weiter aus. Im Mittelpunkt der Neuerungen stehen die Verarbeitung geschützter Dateien in Copilot Studio sowie eine deutliche Anhebung der Speichergrenzen für Exchange-Online-Archive ab Mitte November 2026.
Mehr Speichervolumen für Exchange-Online-Archive
Über Microsoft Purview Data Lifecycle Management wird das maximale Limit für automatisch expandierende Archive (Auto-Expanding Archive) in berechtigten Exchange-Online-Umgebungen von bislang 1,5 TB auf 3 TB verdoppelt. Der allgemeine Rollout für die US-Behörden-Clouds GCC, GCC High und DoD soll Mitte November 2026 starten. Der vollständige Abschluss der Bereitstellung wird für Anfang Dezember 2026 erwartet.
Für Administratoren erfordert die Kapazitätserweiterung demnach keine zusätzliche Konfiguration. Microsoft erhebt für das erhöhte Archiv-Limit keine zusätzlichen Gebühren und verzichtet auf gesonderte Kosten pro Gigabyte. Bestehende Aufbewahrungsrichtlinien und rechtliche Aufbewahrungspflichten bleiben von der Umstellung unberührt, wie aus der entsprechenden Roadmap-ID 573702 hervorgeht.
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Die Verdopplung des Speicherplatzes ist an spezifische Lizenzmodelle gekoppelt. Zu den berechtigten Tarifen zählen unter anderem Office 365 E5, Microsoft 365 E5, A5, G5, die Purview Suite sowie F5 Compliance. Für Postfächer ohne die erforderliche Lizenzierung bleibt die bisherige Obergrenze von 1,5 TB weiterhin bestehen.
Durchgängiger Schutz für Copilot-Studio-Agenten
Parallel dazu erweitert Microsoft die Integration von Sicherheitsfunktionen in KI-gestützte Arbeitsabläufe. Agenten in Copilot Studio, die über den Microsoft-365-Kanal operieren, erhalten Unterstützung für den Upload von Dateien, die mit Vertraulichkeitsbezeichnungen (Sensitivity Labels) aus Microsoft Purview Information Protection geschützt sind.
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Sowohl die Preview-Phase als auch die allgemeine Verfügbarkeit dieser Funktion sind für Oktober 2026 angesetzt. Das System verarbeitet die entsprechenden Inhalte strikt nach den Zugriffsrechten des jeweiligen Benutzer- oder Agentenkontos. Damit wird gewährleistet, dass der durch die Vertraulichkeitsbezeichnungen definierte Schutz während des gesamten Prozesses durchgängig erhalten bleibt.
