Facebook und Telegram: Betrüger lockten mit 6.500 Hrywnja in die Falle
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 21:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Staatsanwaltschaft Dnipropetrowsk hat am 23. Oktober 2026 Anklage gegen eine organisierte Gruppe erhoben, die über gefälschte Internetseiten sensiblen Bankdaten nachgestellt hat. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Nachbildungen einer staatlichen Plattform betrieben zu haben, um an Zugangsdaten für das Online-Banking von Bürgern zu gelangen.
Wie Medien am 27. Oktober 2026 unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden berichteten, richtete sich die Masche vor allem gegen schutzbedürftige Personen.
Gezielte Täuschung über soziale Netzwerke
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dnipropetrowsk gingen die Täter nach einem klar strukturierten Schema vor. Sie schalteten zielgerichtete Anzeigen in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten, insbesondere auf Facebook und Telegram.
In den Beiträgen stellten sie eine angebliche staatliche Unterstützungszahlung in Höhe von 6.500 Hrywnja in Aussicht. Interessierte Nutzer wurden über bereitgestellte Links auf manipulierte Phishing-Webseiten gelotst, die das offizielle Erscheinungsbild der staatlichen Plattform imitierten.
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Auf diesen gefälschten Seiten wurden die Besucher dazu aufgefordert, ihre persönlichen Bank- und Kartendaten einzugeben, um die angebliche Auszahlung zu erhalten. Sobald die Betroffenen ihre Informationen eintrugen, wurden die Datensätze nach Erkenntnissen der Ermittler automatisch über einen Telegram-Bot direkt an die Hintermänner weitergeleitet.
Hoher Gesamtschaden und Geldwäsche über Krypto-Wallets
Mit den erbeuteten Zugangsdaten verschafften sich die Täter Zugang zu den Online-Banking-Konten der Opfer. Die Staatsanwaltschaft Dnipropetrowsk legte dar, dass die Gruppe die vorhandenen Guthaben eigenmächtig auf von ihnen kontrollierte Konten transferierte. Um die Herkunft der Gelder zu verschleiern und die Transaktionen zu verwischen, wurden die erbeuteten Beträge anschließend über Krypto-Wallets abgehoben.
Insgesamt entstand durch die Handlungen der Gruppe ein Schaden von fast 1 Mio. Hrywnja. Die Ermittler identifizierten 39 Geschädigte. Den Großteil der Betroffenen machten dabei Binnenvertriebene aus, die aufgrund ihrer Situation auf finanzielle Hilfsangebote angewiesen waren.
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Strafverfahren vor Gericht in der Oblast Dnipropetrowsk
Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei Mitglieder der Gruppe angeklagt. Die Vorwürfe stützen sich auf Artikel 190 Absatz 4 und 5 des Strafgesetzbuches der Ukraine, der Betrug in besonders großem Umfang durch eine organisierte Gruppe unter Strafe stellt. Das Verfahren wird gemeinsam von der Staatsanwaltschaft und der Polizei der Oblast Dnipropetrowsk geführt und vor einem Gericht in der Oblast Dnipropetrowsk verhandelt.
