FachkrÀftemangel, IT-Spezialisten

FachkrÀftemangel: 663.000 IT-Spezialisten fehlen bis 2040

21.06.2026 - 04:06:12 | boerse-global.de

Neue StudiengÀnge und Förderprogramme sollen den wachsenden Mangel an IT-FachkrÀften bis 2040 abfedern.

Digital Business Management: FHM fĂŒhrt Ranking 2026 an
FachkrĂ€ftemangel - Professionals and students in a modern German classroom, using laptops and digital screens for digital business management education. 21.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das Problem: Der Bedarf an Digitalexperten wÀchst schneller als das Angebot.

Die besten StudiengĂ€nge fĂŒr Digital Business Management

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) fĂŒhrt das aktuelle Ranking fĂŒr BachelorstudiengĂ€nge im Bereich Digital Business Management an. Das hat eine am 20. Juni 2026 veröffentlichte Auswertung fĂŒr das Studienjahr 2026/27 ergeben. Auf den PlĂ€tzen zwei und drei folgen die Digital Business University of Applied Sciences (DBU) und die Euro-FH. Die Programme setzen zunehmend auf Weiterbildung, um den wachsenden Bedarf an Digitalisierungskompetenzen zu decken.

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Die TUM School of Management konnte ihre Spitzenposition ebenfalls behaupten. Im Juni 2026 belegte sie den ersten Platz unter den deutschen UniversitĂ€ten im QS-Ranking und erhielt im CHE-Ranking 2026 Bestnoten fĂŒr die digitale Lehre. Seit dem 1. MĂ€rz 2026 fĂŒhrt Katinka Kleinheinz die GeschĂ€fte der School. Die Technische UniversitĂ€t MĂŒnchen (TUM) unterstreicht ihre internationale Ausrichtung: Am 19. Juni 2026 empfing sie EU-ParlamentsprĂ€sidentin Roberta Metsola zu einem Besuch.

Maßgeschneiderte Weiterbildungen fĂŒr BerufstĂ€tige

Neben klassischen UniversitĂ€tsabschlĂŒssen drĂ€ngen immer mehr Anbieter mit kurzen, zielgerichteten Formaten auf den Markt. Die Pörtner Consulting startet am 30. Juli 2026 einen Online-Kurs zum „Certified Chief Marketing Officer“ (CCMO) . Das Programm richtet sich an Marketingmanager und FĂŒhrungskrĂ€fte und setzt Schwerpunkte auf kĂŒnstliche Intelligenz, Marketing-Automation und datengetriebene Strategien.

In der Metropolregion NĂŒrnberg hat der Anbieter QET einen digitalen Videokurs mit dem Titel „Kompass fĂŒr Unternehmenskultur und Wirtschaft in Europa“ aufgelegt. Das Curriculum umfasst 60 Lektionen in 40 Sprachen und soll FĂŒhrungskrĂ€ften sowie Personalverantwortlichen kulturelle und ethische Orientierung bieten.

Wer einen weiterfĂŒhrenden Abschluss anstrebt, kann sich an der ESB Business School in Reutlingen bewerben. Dort startet Ende September 2026 das Vollzeit-MBA-Programm International Management. Die Bewerbungsfrist fĂŒr internationale Studierende endete am 15. Juni – deutsche Bewerber haben noch bis zum 1. August 2026 Zeit. Zur VerfĂŒgung stehen 25 PlĂ€tze. Die Hochschule Mannheim lĂ€dt am 22. Juni 2026 zu einer digitalen Fragerunde fĂŒr ihren berufsbegleitenden Masterstudiengang Biomedical Informatics and Data Science ein.

Bereits Anfang Juni hatte das THM Fernstudienzentrum in Friedberg drei berufsbegleitende MasterstudiengĂ€nge vorgestellt, darunter Wirtschaftsingenieurwesen und Logistik – maßgeschneidert fĂŒr BerufstĂ€tige, die sich weiterqualifizieren wollen.

Hessen fördert Digitaltraining – 1 Million Euro bereitgestellt

Das Land Hessen hat im Mai 2026 ein Förderprogramm aufgelegt, um den digitalen Wandel voranzutreiben. Seit dem 18. Mai können kleine und mittlere Unternehmen ZuschĂŒsse beantragen, die 50 Prozent der Kosten fĂŒr KI- und Digitalisierungsschulungen ĂŒbernehmen. Maximal sind 10.000 Euro pro Unternehmen möglich. Der Topf ist mit einer Million Euro gefĂŒllt. Ein sogenannter „Digi-Check“ soll Firmen helfen, ihren aktuellen Digitalisierungsgrad zu ermitteln.

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Strukturelle Probleme: Bis 2040 fehlen 663.000 IT-Spezialisten

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der FachkrĂ€ftemangel bis 2040 auf 663.000 IT-Spezialisten anwachsen könnte. Bereits heute geben 61 Prozent der IT-BeschĂ€ftigten an, ĂŒberlastet zu sein.

Branchenbeobachter sehen eine entscheidende Ursache in der mangelnden Risikokapitalfinanzierung. WÀhrend US-amerikanische KI-Startups 2025 satte 146 Milliarden Dollar einsammelten, kamen deutsche Unternehmen gerade einmal auf acht Milliarden Euro. Weitere Bremsklötze: Lange Wartezeiten auf Visa und das Fehlen eines verpflichtenden Schulfachs Informatik in mehreren BundeslÀndern.

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