Fake-Shops, Betrugsfallen

Fake-Shops: 1.800 neue Betrugsfallen monatlich im Netz

Veröffentlicht: 21.06.2026 um 16:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Bildungseinrichtungen fördern Nachhaltigkeit durch Projekte, Reparaturkurse und neue Lernorte. Auch Betrug im Netz nimmt zu.

Klimaschutz in Schulen: Praktische Projekte und Auszeichnungen
Fake-Shops - Schüler sortieren Wertstoffe in einem modernen Klassenzimmer, um Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz zu lernen. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Schulen setzen auf praktischen Klimaschutz

Immer mehr Bildungseinrichtungen integrieren Nachhaltigkeitsthemen in ihre Lehrpläne – und setzen dabei auf praktische Projekte. In Stuttgart wurden am 19. Juni 26 Schulen für ihr Klima-Engagement ausgezeichnet. Dafür flossen Prämien in Höhe von rund 20.000 Euro.

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Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Hannover: Die Stadt stellte am selben Tag ein neues Bildungsangebot vor. Es dreht sich um Ressourcenschutz und Abfallvermeidung.

In Wien-Floridsdorf endete am 20. Juni ein mehrmonatiges Projekt mit rund 900 Schülern. Seit März beschäftigten sie sich mit Handy-Recycling und nachhaltiger Mode.

Hochschulen: Bachelorarbeit ade?

Auch im Hochschulbereich tut sich etwas. Die niederländische Saxion University ersetzt im Fachbereich soziale Arbeit die klassische Bachelorarbeit durch konkrete Nachhaltigkeitsprojekte. Ein Beispiel: Studenten bauen Skulpturen aus gesammeltem Abfall, um auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen.

Neben der Theorie entstehen auch physische Lernorte. In Reinheim wurde heute ein grünes Klassenzimmer eingeweiht. In Schleswig-Holstein erhielt das „Erlebnis Bungsberg“ erneut die Zertifizierung als staatlich anerkannter Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Länger nutzen, weniger wegwerfen

Ein zentraler Hebel für nachhaltigen Konsum ist die Verlängerung der Produktlebensdauer. Analysen aus Wuppertal zeigen die Relevanz: Das Sperrmüllaufkommen lag 2024 bei 55,2 Kilogramm pro Kopf. Gezielte Reparaturen können die Nutzungsdauer von Möbeln um bis zu 80 Prozent steigern.

In einer offenen Werkstatt am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium wurde im Juni demonstriert, wie ausrangierte Gartenmöbel durch Upcycling wieder nutzbar werden.

Auch im Textilsektor werden Kompetenzen vermittelt. In Berlin-Mitte befassten sich Teilnehmer eines Workshops mit den Auswirkungen von Fast Fashion und lernten Upcycling-Techniken. Parallel dazu etabliert sich die Plattform „Lust auf Gut“. Sie fördert regionale Qualität und nachhaltige Marken in Deutschland, Österreich und der Schweiz – und kennzeichnet sie mit eigenen Prüfsiegeln.

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Fake-Shops fluten das Netz

Doch während bewusster Konsum boomen, steigt die Zahl betrügerischer Angebote im Internet. Ein eingesetzter Fake-Shop-Finder identifiziert derzeit monatlich rund 1.800 neue betrügerische Verkaufsplattformen.

Eine Umfrage vom Februar 2025 ergab: Bereits damals wurden 24 Prozent der Verbraucher Opfer von Online-Betrug. Im Jahr 2025 gingen rund 10.000 Beschwerden über solche Shops ein. In Thüringen belief sich der Schaden auf etwa 600.000 Euro.

Die Verbraucherschutzminister der Länder fordern einen nationalen Aktionsplan. Aktuelle Warnungen betreffen zudem gefälschte Websites, die das Erscheinungsbild von Verbraucherzentralen imitieren. Auch betrügerische Inkasso-Schreiben einer angeblichen Lotterie-Beteiligung sind im Umlauf – mit Forderungen in vierstelliger Höhe.

Klimaanpassung im öffentlichen Raum

Die praktische Sichtbarkeit von Klimaschutzmaßnahmen wächst. In Wiesbaden wurde am 20. Juni eine mobile installation zur Klimaanpassung auf dem Luisenplatz eröffnet. Der begehbare Erlebnisraum bietet Begrünung und technische Lösungen zur Kühlung. Bereits 2024 verzeichnete das Projekt rund 40.000 Besucher.

Die Relevanz solcher Maßnahmen unterstreichen aktuelle Wetterdaten. In Hessen wurden heute Höchstwerte von 37,3 Grad gemessen. Meteorologen prognostizieren für den 24. Juni Temperaturen von bis zu 39 Grad – das wäre ein neuer Rekordwert für den Monat Juni.

Im Rahmen der zweiten Hamburg Sustainability Week (Ende Juni/Anfang Juli 2026) sollen globale Nachhaltigkeitsziele durch über 200 Veranstaltungen und Mitmachaktionen auf lokaler Ebene vermittelt werden.

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