Faraday Future: Roboterfabrik soll bis Ende 2026 den Betrieb aufnehmen
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen der Fachkonferenz IROS 2026 in Pittsburgh hat Faraday Future sein vierteiliges Full-Stack-KI-Ökosystem „EAI Robotics World 2.0“ vorgestellt.
Die Präsentation, die vom 28. bis zum 30. September 2026 stattfand, fokussierte sich auf technologische Lösungen zur Steigerung der industriellen Produktivität. Laut Unternehmensangaben stieß der Auftritt auf eine positive Resonanz in der Branche, wobei insbesondere das Modell „All-New Futurist“ das Interesse der Fachbesucher auf sich zog.
Strategische Partnerschaften und Produktion in den USA
Parallel zur Produktpräsentation warb das Unternehmen für sein „Built in USA“-Programm. Faraday Future strebt hierbei verstärkt Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Datenpartnern und Entwicklern an. Das Ziel dieser Initiative ist der Aufbau einer stabilen Entwicklungsumgebung innerhalb der Vereinigten Staaten.
Hinsichtlich der industriellen Umsetzung kündigte das Management in Pittsburgh den Start der zweiten Phase des Programms an. Demnach soll eine eigene Roboterfabrik bis zum Ende des Jahres 2026 den Betrieb aufnehmen. Für das erste Quartal 2027 ist die Produktion des ersten neuen EAI-Roboters beziehungsweise eines entsprechenden Roboterchassis in den USA geplant.
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Zur Vorbereitung dieses Hochlaufs beabsichtigt Faraday Future, die Serien „Next-Futurist“ und „Next-Aegis“ weiterzuentwickeln. Dabei stehen neben der Fertigungskapazität auch die Lieferkette, Compliance-Fragen sowie notwendige FCC-Zulassungen im Fokus.
Finanzielle Kennzahlen und Marktprognosen
Das aktuelle Robotik-Portfolio des Unternehmens umfasst nach eigenen Angaben 24 FCC-zertifizierte Produkte, die sich auf drei Roboterformen, fünf Serien und elf Modelle verteilen. Bis Ende August 2026 wurden kumuliert 552 Geräte ausgeliefert. Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Bereich eine Bruttomarge von rund 30,9 % bei einem kumulierten Umsatz von rund 1,52 Mio. US-Dollar.
Für die kommenden Jahre hat sich Faraday Future ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Die Umsatzprognosen liegen bei 7,1 Mio. US-Dollar für das Gesamtjahr 2026 und sollen im Jahr 2027 auf 45,17 Mio. US-Dollar steigen.
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Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird ein kumulierter Umsatz von rund 1,98 Mrd. US-Dollar sowie der Absatz von über 130.000 EAI-Geräten angestrebt. Ein positiver Quartals-Cashflow wird für das dritte Quartal 2028 in Aussicht gestellt.
Geplante Umstrukturierung und Börsenpläne
Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist die geplante Neuausrichtung des Robotikgeschäfts. Faraday Future und AIxC haben hierzu ein unverbindliches Term Sheet unterzeichnet. Dieses sieht vor, das gesamte Robotikgeschäft gegen Aktien von AIxC zu übertragen. Das daraus resultierende Unternehmen soll unter dem Namen FF EAI Robotics Ecosystem Inc. (FFR) firmieren und strebt an, die erste börsennotierte Pure-Play-Firma für Roboter-Ökosysteme mit einer integrierten Intelligenzstruktur in den USA zu werden.
Die vorgeschlagene Bewertung für diese Transaktion liegt bei rund 200 Mio. US-Dollar. Bei einem angestrebten Aktienpreis von 2,246 US-Dollar beliefe sich der voll verwässerte Eigenkapitalwert von FFR vor Abschluss auf etwa 55 Mio. US-Dollar. Sollte der Preis niedriger ausfallen, ist unter Vorbehalt steuerlicher Prüfungen eine einmalige Sonderdividende bei Abschluss vorgesehen.
Trotz der Übernahme soll Faraday Future (FFAI) weiterhin der größte kontrollierende Aktionär bleiben. Der endgültige Abschluss der Transaktion ist noch von einer Due-Diligence-Prüfung, den finalen Verträgen sowie weiteren Genehmigungen abhängig.
