Figure AI: 675 Millionen Dollar für humanoide Roboter von Nvidia und OpenAI
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Entwicklung humanoider Roboter zieht erhebliche Summen an Risikokapital aus der globalen Technologiebranche an. Ein zentrales Beispiel für diesen Trend lieferte das 2022 gegründete Robotik-Start-up Figure AI, das im Februar 2024 eine breit angelegte Finanzierungsrunde der Serie B über rund 675 Millionen US-Dollar abschloss.
Zahlreiche Branchengrößen und Investmentgesellschaften sicherten sich dabei Anteile an dem US-Unternehmen, das an autonomen, zweibeinigen Robotersystemen arbeitet.
Prominente Investoren und die Verteilung des Kapitals
Die Finanzierungsrunde führte namhafte Geldgeber aus dem Silicon Valley und der internationalen Halbleiter- und Tech-Industrie zusammen. Zu den Geldgebern gehörten Nvidia, OpenAI, Microsoft und Amazon sowie der Intel-VC, LG Innotek und die Samsung-Investmentgruppe. Ergänzt wurde das Konsortium durch Risikokapitalgeber wie Parkway Venture Capital, Align Ventures, den ARK Venture Fund, Aliya Capital Partners und Tamarack.
Auch Einzelinvestoren beteiligten sich mit signifikanten Beiträgen. So brachte Jeff Bezos über Explore Investments 100 Millionen US-Dollar in das Start-up ein. Microsoft steuerte 95 Millionen US-Dollar bei, während Nvidia sowie ein Fonds von Amazon jeweils 50 Millionen US-Dollar investierten. Der KI-Entwickler OpenAI beteiligte sich mit 5 Millionen US-Dollar an der Runde.
Durch den Zufluss der Mittel kletterte die Bewertung von Figure AI sprunghaft nach oben. Lag die Pre-Money-Bewertung des Unternehmens zuvor bei rund 2 Milliarden US-Dollar, belief sich die Post-Money-Bewertung nach Abschluss der Runde auf 2,6 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet rund 18,7 Milliarden chinesischen Yuan entsprach.
Technische Allianzen für humanoide Plattformen
Figure AI beabsichtigt, das eingeworbene Kapital gezielt für die Weiterentwicklung seiner Plattform für humanoide Robotik einzusetzen. Neben der rein finanziellen Beteiligung sind mit dem Einstieg der Technologiekonzerne auch operative Kooperationen verknüpft.
Wer die aktuelle Dynamik im Bereich der Hochtechnologie verstehen möchte, findet in diesem Report wichtige Einblicke in die Profiteure der neuen Industrieära. Erfahren Sie, welche Unternehmen von den Milliarden-Investitionen in Robotik und KI am stärksten profitieren. Robotik und KI: So erkennen Sie die Profiteure der neuen Industrieära
So entwickelt OpenAI maßgeschneiderte Modelle künstlicher Intelligenz für die humanoiden Roboter von Figure AI. Microsoft wiederum stellt die erforderliche Cloud-Infrastruktur über seine Plattform Azure bereit.
Das strategische Ziel des Start-ups besteht darin, innerhalb von fünf Jahren nach der Finanzierung die Kommerzialisierung seiner Robotertechnologie zu erreichen. Humanoide Roboter sollen perspektivisch in Arbeitsumgebungen Aufgaben übernehmen, die für Menschen monoton oder gefährlich sind.
Industrielle Testfelder in der Automobilfertigung
Bereits vor dem Abschluss der Finanzierungsrunde hatte Figure AI konkrete Schritte für den praktischen Einsatz in der Industrie unternommen. Im Januar 2024 vereinbarte das Start-up eine Partnerschaft mit dem deutschen Automobilhersteller BMW.
Der technologische Wandel durch künstliche Intelligenz und Robotik krempelt derzeit ganze Branchen fundamental um. Dieser Experten-Report analysiert die größte Industrierevolution seit Jahrzehnten und benennt die zentralen Akteure des Umbruchs. Kostenlosen Report zur industriellen Revolution herunterladen
Gegenstand der Kooperation ist die Erprobung und der spätere Einsatz der humanoiden Maschinen im Fertigungsumfeld des Autobauers. Ein verbindlicher Zeitplan für den tatsächlichen Beginn des regulären Fabrikeinsatzes blieb dabei zunächst offen.
Der Einstieg finanzstarker Partner und industrieller Anwender unterstreicht, wie stark die Weiterentwicklung von Hardware und KI-Modellen im Bereich der Humanoid-Robotik ineinandergreift. Figure AI fungiert dabei als eine der Plattformen, auf denen Recheninfrastruktur, maschinelles Lernen und mechanische Fertigung zusammengeführt werden sollen.
