Figure, Roboter-Pionier

Figure: Roboter-Pionier und Fintech-Milliardär in einem

13.05.2026 - 04:50:18 | boerse-global.de

Figure zeigt beeindruckende Fortschritte bei autonomen Haushaltsrobotern, während die Fintech-Tochter Rekordgewinne meldet.

Figure: Roboter-Pionier und Fintech-Milliardär in einem - Foto: über boerse-global.de
Figure: Roboter-Pionier und Fintech-Milliardär in einem - Foto: über boerse-global.de

Der US-Konzern Figure zeigt gleich zwei Gesichter: Während die KI-Roboter längst Betten machen, erzielt die Fintech-Tochter Rekordgewinne.

Die zweite Maiwoche 2026 bringt gleich mehrere Meilensteine aus dem Hause Figure. Die Robotik-Sparte demonstriert bahnbrechende Autonomie im Haushalt, während die Finanztochter Figure Technology Solutions (Nasdaq: FIGR) mit Rekordzahlen im digitalen Kreditgeschäft aufwartet. Ein Doppelerfolg, der die Strategie des Konzerns unterstreicht.

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Zwei Roboter, ein Gehirn: Hausarbeit ohne Fernsteuerung

Am 12. Mai präsentierte Figure AI eine beeindruckende Video-Demonstration: Zwei F.03-Humanoiden räumen eigenständig ein Schlafzimmer auf und beziehen ein Bett. Die Besonderheit: Die Roboter kommunizieren nicht digital miteinander, sondern koordinieren sich ausschließlich über visuelle Signale – etwa durch Kopfnicken.

Angetrieben werden die Einheiten vom Helix 02-Modell, einem einzigen neuronalen Netzwerk, das beide Maschinen simultan steuert. Die Aktionen erfolgen vollständig autonom, ohne Teleoperation. Die Hardware verfügt zudem über drahtlose Ladefunktion mit einer Leistung von 2 kW.

Besonders knifflige Aufgaben wie das Öffnen von Türen oder das Aufhängen von Kleidung meistern die Roboter laut Unternehmensangaben zuverlässig. Branchenbeobachter sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu generalistischen Haushaltsrobotern.

Produktion läuft an: Ein Roboter pro Stunde

Figure AI has bis zum 11. Mai bereits 350 Einheiten des Figure 03 produziert. Die aktuelle Taktung liegt bei einem Roboter pro Stunde. Kurzfristiges Ziel: 55 Einheiten pro Woche. Hochgerechnet ergibt das eine Jahresproduktion von rund 2.860 Robotern.

Die Fertigung umfasst über zehn verschiedene Aktuatoren-Varianten – mehr als 9.000 Komponenten wurden bereits gefertigt. Die Erstausbeute liegt bei 80 Prozent, ein Zeichen für einen stabilen Produktionsprozess. Das ist entscheidend, denn der Wettbewerb schläft nicht.

Fintech-Tochter: Vom Verlust zum Rekordgewinn

Während die Robotik-Sparte für Schlagzeilen sorgt, liefert Figure Technology Solutions handfeste Zahlen. Am 12. Mai legte das Unternehmen die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 vor – und die können sich sehen lassen:

  • Nettogewinn: 45 Millionen Euro (Vorjahr: Verlust)
  • Umsatz: 167 Millionen Euro (plus 92 Prozent)
  • Kreditvolumen: 2,9 Milliarden Euro (plus 113 Prozent)

Der Treiber des Wachstums ist der Consumer Loan Marketplace. Die Plattform Figure Connect verantwortet 56 Prozent des Gesamtvolumens und konnte das Volumen von erststelligen Darlehen verdreifachen. 80 neue Partner kamen im Quartal hinzu.

Das bereinigte EBITDA stieg um 192 Prozent auf 82,7 Millionen Euro – eine Marge von fast 50 Prozent. Für das zweite Quartal 2026 prognostiziert das Management ein Kreditvolumen zwischen 3,8 und 4,1 Milliarden Euro.

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Wettbewerb verschärft sich: Tesla steigt um

Die Entwicklungen bei Figure fallen in eine Zeit massiver Umbrüche in der Robotik-Branche. Am 10. Mai 2026 stellte Tesla die Produktion seiner Model S und Model X im Werk Fremont ein, um die Bänder für die Massenfertigung des Optimus-Roboters umzurüsten. Ein klares Signal: Robotik wird zum neuen Kerngeschäft.

Teslas hauseigener KI-Chip AI5 hat Mitte April das Tape-out erreicht. Der neue Chip bietet die fünffache nutzbare Leistung und die achtfache Rohleistung früherer Generationen – entwickelt speziell für Optimus und Hochleistungsrechner, nicht für Autos.

Analysten von Piper Sandler sehen das Robotik-Geschäft inzwischen als potenziell wertvoller an als die klassische Automobilsparte.

Autonomes Fahren: Nuro startet, Waymo ruft zurĂĽck

Auch im Bereich autonomes Fahren tut sich etwas. Die kalifornischen Behörden erteilten Nuro am 12. Mai eine Pilotgenehmigung für Robotaxis mit Passagieren und Sicherheitsfahrer. Nuro setzt dabei auf Fahrzeuge des Typs Lucid Gravity mit spezieller Sensorik.

Waymo hingegen musste am selben Tag rund 3.800 Robotaxis zurückrufen – ein Softwarefehler hatte die Fahrzeuge in überflutete Gebiete gesteuert.

Ausblick: Zwei Strategien, ein Ziel

Figure verfolgt einen zweigleisigen Ansatz: Die Fintech-Tochter liefert mit ihrem digitalen Marktplatz und Blockchain-basierten Krediten die profitable Basis. Die Robotik-Sparte arbeitet unterdessen daran, aus Labor-Demonstrationen ernsthafte Produkte zu machen.

Die Trennung von OpenAI und der Fokus auf das hauseigene Helix 02-Modell zeigen: Figure setzt auf eine vertikale Entwicklungsstrategie. Ob sich die Produktion von 55 Robotern pro Woche halten lässt und ob die Haushalts-Assistenten den Sprung vom Labor in den Alltag schaffen – das wird die Branche in den kommenden Monaten genau beobachten.

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