FileMaker Pro 2026: Apple öffnet Low-Code-Plattform für KI
27.06.2026 - 19:36:41 | boerse-global.de
Apple hat am 25. Juni 2026 die Vollversion von Claris FileMaker Pro 2026 im kanadischen Store veröffentlicht. Das Update der Low-Code-Plattform setzt vor allem auf bessere Anbindung externer Analyse- und Versionierungs-Tools.
Export-Funktion für KI-gestützte Entwicklung
Herzstück der neuen Version ist ein spezielles Werkzeug zum Export von Lösungsstrukturen. FileMaker 2026 erlaubt es Anwendern, ihre Arbeit als XML-Datei zu speichern. Dabei werden die zugrundeliegenden Datenbankarchitekturen – Tabellen, Felder und Skripte – in einem maschinenlesbaren Format ausgegeben.
Der Schritt zielt darauf ab, FileMaker-Lösungen für Künstliche Intelligenz und externe Entwicklerwerkzeuge zugänglich zu machen. Entwickler können Änderungen nun einfacher mit Git nachverfolgen oder KI-Systeme zur Prüfung und Optimierung ihrer Anwendungen nutzen. FileMaker rückt damit näher an moderne Softwareentwicklungsprozesse heran, die auf Transparenz und Maschinenlesbarkeit setzen.
Branche im KI-Fieber: Woche der Produktivitäts-Updates
Die Veröffentlichung fällt in eine intensive Woche für den gesamten Digitalsektor. Zwischen dem 24. und 26. Juni 2026 kündigten mehrere Tech-Giganten Updates an, die KI tiefer in Standard-Workflows einbetten:
Google Workspace erhielt am 25. Juni mehrere KI-Verbesserungen. Dazu gehören die automatische Dateiorganisation in Drive und die Fehlerkorrektur für Formeln in Sheets via Gemini. Zudem wurden Tabellenbearbeitungsfunktionen auf 28 weitere Sprachen ausgeweitet.
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Gemini 3.5 Flash kann ab sofort Computer steuern. Die am 24. Juni vorgestellte Funktion erlaubt screenshot-basierte Aktionen wie Scrollen, Klicken und Tippen. Erste Tester wie Browserbase und UiPath arbeiten bereits damit.
Figma präsentierte auf der Config 2026 (24.–25. Juni) eine „intelligente Leinwand" mit Code-Ebenen und Shadern. Das Unternehmen betonte, dass 65 Prozent der Entwickler Design inzwischen für zunehmend entscheidend im Entwicklungsprozess halten.
Adobe gab am 26. Juni die Übernahme von Topaz Labs bekannt. Die KI-gestützten Upscaling- und Restaurierungswerkzeuge sollen in die Firefly-Dienste integriert werden. Parallel dazu machte OpenAI Codex in der ChatGPT-Mobile-App allgemein verfügbar – inklusive mobiler Code-Überprüfung und Gerätekopplung.
Systemintegration und Sprachsteuerung auf dem Vormarsch
Auch bei den Betriebssystemen tut sich einiges. Speechify launchte am 26. Juni eine KI-Sprachtipping-App für iOS und macOS. Sie entfernt automatisch Füllwörter und korrigiert die Grammatik in verschiedenen Kommunikations-Apps wie Slack und Gmail.
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Google rollte zudem eine „Select From Screen"-Funktion für Chrome 149 aus. Nutzer können damit einen Auswahlrahmen über beliebige Webinhalte ziehen und diese sofort als KI-Prompt verwenden.
Diese Entwicklungen – zusammen mit Apples Siri-KI-Ankündigung vom 8. Juni und der kommenden Entwickler-Beta – zeichnen ein Bild eines hart umkämpften Marktes. FileMaker Pro 2026 positioniert sich mit seinen neuen Export-Fähigkeiten als Brücke in ein breiteres Ökosystem intelligenter Automatisierungswerkzeuge.
