Filterkaffee: Bis zu 36% weniger Herzinfarkt-Risiko
25.06.2026 - 12:56:34 | boerse-global.de
Der Zuckerersatzstoff könnte die Blut-Hirn-Schranke schädigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Erythritol: Süßstoff mit Nebenwirkungen
Die Forscher untersuchten die Auswirkungen von Erythritol auf Zellen und Gewebe. Ergebnis: Die Substanz könnte oxidativen Stress auslösen und die Gefäßregulation stören. Konkret sank die Konzentration von Stickstoffmonoxid, während der schädliche Botenstoff Endothelin-1 anstieg.
Ein weiteres Problem: Erythritol könnte die natürliche Auflösung von Blutgerinnseln hemmen. Beobachtungsstudien deuten auf ein doppelt so hohes Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse hin. Die Wissenschaftler betonen jedoch: Für eine abschließende Bewertung ist weitere klinische Forschung nötig.
Sucralose, Aspartam und Co. im Visier
Auch andere Süßstoffe stehen in der Kritik. Die Stiftung Warentest wertete in ihrer aktuellen Ausgabe Ketchups mit Sucralose ab – wegen der hohen Umweltbelastung des Süßstoffs. Der Zuckergehalt der getesteten Produkte lag zwischen 3,6 und 26,6 Gramm pro 100 Milliliter.
Ernährungswissenschaftler wie Martin Smollich warnen zudem vor Aspartam. Aktuelle Analysen deuten auf Risiken für das Mikrobiom sowie Zusammenhänge mit Heißhungerattacken und Krebsrisiken hin.
Energy-Drinks: SPD fordert Mindestalter
Die Diskussion um Süßstoffe ist Teil einer breiteren Debatte über ungesunde Konsumgüter. Die SPD forderte am Dienstag ein Mindestalter für Energy-Drinks. Grundlage ist die EDUCATE-Studie der LMU München.
Bereits 100 Milliliter pro 10 Kilogramm Körpergewicht erhöhen bei Jugendlichen den Blutdruck und verändern den Herzrhythmus. In Kombination mit dem hohen Zuckergehalt steigt das Risiko für Übergewicht und Diabetes deutlich.
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Kaffee: Nicht jede Zubereitung ist gleich gesund
Auch bei alltäglichen Getränken zeigen sich große Unterschiede. Eine Langzeitstudie der Universität Uppsala aus August 2025 verglich Filterkaffee mit Kaffee aus Büro-Vollautomaten. Filterkaffee senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 36 Prozent.
Maschinenkaffee enthält dagegen deutlich mehr Cafestol. Dieser Stoff wirkt cholesterinsteigernd und kann bei regelmäßigem Konsum das LDL-Cholesterin signifikant erhöhen.
Überraschender Zusammenhang: Niedriger Blutdruck und Alzheimer
Die Alzheimer-Forschung liefert im Juni 2026 unerwartete Ergebnisse. Eine Studie im Journal of the American Heart Association zeigt: Dauerhaft niedriger Blutdruck ist mit einem 2,74-fach erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden – stärker als Bluthochdruck (Faktor 1,57).
Weitere aktuelle Erkenntnisse:
- Medikamente: SGLT2-Inhibitoren senken das Alzheimer-Risiko bei Diabetikern um 43 Prozent (NIH, Juni 2026). Seit Juni sind zudem die Antikörper Donanemab und Lecanemab in deutschen Kliniken verfügbar. Sie reduzieren Amyloid-Ablagerungen im Gehirn.
- Blinddarm: Eine Analyse der University of Technology Sydney identifizierte eine Blinddarmoperation als statistisch relevanten Risikofaktor. Der Blinddarm dient offenbar als Reservoir für die Regeneration des Mikrobioms.
- Omega-3: Eine Doppelblindstudie der Keck Medicine of USC widerlegte die Annahme, dass 2.000 mg DHA täglich einen kognitiven Vorteil bieten.
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KI erkennt Alzheimer-Risiko Jahre vor Symptomen
Neue Technologien verbessern die Früherkennung. KI-gestützte Netzhautanalysen können Alzheimer-Risiken bereits mehr als acht Jahre vor dem Auftreten erster klinischer Symptome erkennen.
