Firefox, PDF-Bearbeitung

Firefox 153: PDF-Bearbeitung und Multi-Account-Container jetzt nativ

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 10:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mozilla integriert Multi-Account-Container und erweitert PDF-Bearbeitung. Neue Version bringt HDR-Video und schnellere Updates.

Firefox 153: PDF-Editor, Multi-Account-Container und HDR-Support
Nahaufnahme eines Webbrowsers auf einem Laptop-Bildschirm mit professioneller PDF-Bearbeitungsoberfläche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Browser-Hersteller bringt mit Version 153 eine umfassende PDF-Bearbeitung, native Multi-Account-Container und HDR-Videowiedergabe – und stellt die Weichen für kürzere Update-Zyklen.

Mozilla hat am heutigen Mittwoch Firefox 153 veröffentlicht. Die neue Version wertet den Browser mit Funktionen auf, die bisher speziellen Programmen vorbehalten waren. Im Zentrum steht ein grundlegend überarbeiteter PDF-Editor, der nun Dokumentenzusammenführung und Bildimport direkt im Browser ermöglicht – ohne Daten an Drittanbieter-Server zu senden.

PDF-Werkzeuge für den Alltag

Der neue PDF-Editor erlaubt es, mehrere Dokumente per Drag & Drop in der Seitenleiste zu einem einzigen zusammenzuführen. Nutzer können zudem Bilddateien als komplette neue Seiten in bestehende PDFs einfügen. Alle Vorgänge laufen lokal auf dem Rechner ab – ein entscheidender Vorteil für datenschutzbewusste Anwender.

Die Überarbeitung baut auf früheren Updates auf, die bereits das Neuordnen, Löschen und Exportieren von Seiten ermöglichten. Mozilla betont, dass die Werkzeuge alltägliche Dokumentenaufgaben abdecken sollen, ohne die Privatsphäre zu gefährden. Die Benutzeroberfläche passt sich nun automatisch an die Hochkontrast-Einstellungen des Betriebssystems an.

Multi-Account-Container werden Standard

Ein lang erwarteter Schritt: Die Multi-Account-Container, bisher nur als Erweiterung verfügbar, sind nun fest in Firefox integriert. Das System trennt Arbeits-, Finanz- und Shopping-Umgebungen in isolierten Bereichen innerhalb desselben Fensters. Jeder Container speichert Cookies und Tracking-Daten getrennt – digitale Spuren bleiben strikt voneinander getrennt.

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Für den schnellen Gerätewechsel gibt es eine neue QR-Code-Funktion: Per Rechtsklick auf einen Tab erzeugen Nutzer einen Code, der die URL auf ein Mobilgerät überträgt oder sich für gedruckte Materialien speichern lässt.

Webentwickler profitieren von sogenannten Quick Actions in der Adressleiste. Die Eingabe von Befehlen wie „color picker“ oder „eyedropper“ startet ein natives Werkzeug, das Farbcodes von jeder Webseite identifiziert und kopiert.

HDR-Video und zukunftssichere Formate

Firefox 153 unterstützt erstmals HDR-Videowiedergabe unter Windows 10 und 11. Voraussetzung ist ein kompatibler Bildschirm mit aktivierten Systemeinstellungen. Mozilla weist darauf hin, dass Laptop-Konfigurationen mit reiner „HDR-Videostreaming“-Beschränkung in dieser Version noch nicht unterstützt werden.

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Experimentelle Unterstützung für JPEG XL findet sich im Firefox-Labs-Menü. Das moderne Bildformat verspricht bessere Komprimierung als JPEG, PNG und WebP – Mozilla signalisiert damit die Bereitschaft, neue Webstandards zu adaptieren.

Sicherheit und neue Update-Strategie

Für Unternehmen und Linux-Distributionen ist Firefox 153 besonders relevant: Die Version definiert den Funktionsumfang der neuen Extended Support Release (ESR), die für das kommende Jahr als Grundlage dient.

Mehr als 60 Sicherheitslücken wurden geschlossen, darunter 20 als kritisch eingestufte Schwachstellen in der JavaScript-JIT-Engine, WebRTC und der DOM-Engine. Mozillas Anti-Fingerprinting-Maßnahmen zeigen Wirkung: Die Zahl eindeutig identifizierbarer Nutzer sank um durchschnittlich 14 Prozent, bei macOS-Anwendern sogar um bis zu 49 Prozent.

Ab September beschleunigt Mozilla den Update-Rhythmus. Statt alle vier Wochen erscheinen neue Versionen dann im Zwei-Wochen-Takt – mit dem Ziel, Funktionen und Sicherheitspatches schneller in den stabilen Kanal zu bringen.

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