Fitbit Air: 99-Euro-Tracker schlÀgt Apple Watch SE 3 bei Genauigkeit
Veröffentlicht am: 31.05.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas 99 Euro teure GerÀt positioniert sich als minimalistischer Fitness-Tracker gegen die Apple Watch SE 3 und andere etablierte Modelle. Aktuelle Tests zeigen: In Kernbereichen wie Gesundheits- und Fitness-Tracking kann das GerÀt durchaus mit teurerer Konkurrenz mithalten.
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PrĂ€zision, die ĂŒberrascht
Bei einem kontrollierten Test mit 4.500 Schritten schnitt der Fitbit Air am heutigen Sonntag genauer ab als die Apple Watch SE 3, die rund 249 Euro kostet. Die manuelle ZĂ€hlung diente dabei als Referenzwert. Auch bei einem 10-Kilometer-Lauf â parallel getestet mit der Apple Watch Ultra 3 â ĂŒberzeugte das GerĂ€t bei der Herzfrequenzmessung, Kalorienermittlung und allgemeinen ZuverlĂ€ssigkeit.
Bereits am Samstag veröffentlichte technische Analysen belegen: Die Herzfrequenz des Fitbit Air weicht im Schnitt nur um zwei SchlÀge pro Minute von einem Brustgurt ab. Die Schlafanalyse erreicht eine Trefferquote von 85 Prozent im Vergleich zu High-End-Schlaftrackern.
Design als Statement
Rezensenten bezeichnen den Fitbit Air als âAnti-Smartwatch". Kein Display, keine Benachrichtigungen, keine Drittanbieter-Apps. Mit gerade einmal 12 Gramm und einer Bauweise aus recycelten Materialien ist das GerĂ€t bewusst unauffĂ€llig und leicht.
Die âSmart Wake"-Funktion weckt Nutzer durch sanfte Vibrationen â bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Weckzeit, wenn der Tracker eine leichte Schlafphase erkennt. Ein Doppeltippen auf das GehĂ€use schaltet den Alarm aus, in Tests mit 90 Prozent Erfolgsquote.
Die wichtigsten technischen Daten:
- Wasserdichtigkeit: 5 ATM (tauglich zum Schwimmen)
- Navigation: Doppeltipp-Geste zum Stummschalten von Alarmen
- App-Anbindung: Integration mit Google Health (ersetzt die alte Fitbit-App)
- Verzichtet wird auf: integriertes GPS, EKG-Funktion, NFC fĂŒr mobiles Bezahlen
Ob eine SpO2-Messung (SauerstoffsĂ€ttigung im Blut) verfĂŒgbar ist, bleibt unklar. WĂ€hrend erste Berichte das Fehlen der Funktion meldeten, deuten andere Dokumente auf eine baldige Implementierung hin.
Googles neue Gesundheitsstrategie
Seit dem Marktstart in Indien am 26. Mai dient der Fitbit Air als VorzeigegerĂ€t fĂŒr Googles neue Gesundheitssoftware. Die Synchronisation erfolgt ĂŒber Google Health Connect, die Datenvisualisierung ĂŒber die Google Health App.
HerzstĂŒck des Ăkosystems ist das optionale Google Health Premium-Abo fĂŒr rund zehn Euro monatlich oder 100 Euro jĂ€hrlich. Es enthĂ€lt einen KI-Gesundheitscoach auf Basis von Googles Gemini-Modell, der personalisierte TrainingsplĂ€ne und Gesundheitsempfehlungen erstellt. FĂŒr 20 Euro monatlich gibt es die âAI Pro"-Stufe mit zusĂ€tzlichem Cloud-Speicher und Medienvorteilen. Die Basisfunktionen â AktivitĂ€ts-, Schlaf- und Herzfrequenz-Tracking â bleiben kostenlos.
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Akkulaufzeit als Trumpfkarte
WĂ€hrend die Apple Watch SE 3 tĂ€glich oder fast tĂ€glich an die Steckdose muss, verspricht Fitbit 7 bis 15 Tage Laufzeit. In einem zweiwöchigen Test, der am Samstag endete, hielt das GerĂ€t zwölf Tage durch. Das mitgelieferte LadegerĂ€t bringt den Akku in fĂŒnf Minuten von 36 auf 58 Prozent â eine volle Ladung dauert rund 90 Minuten.
Mit 99 Euro positioniert sich der Fitbit Air als gĂŒnstiger Einstieg in Googles Gesundheitsökosystem. Zur Konkurrenz zĂ€hlen das Garmin Vivosmart 5 (150 Euro) und das Xiaomi Smart Band 10 (etwa 50 Euro). Eine Sonderedition in Zusammenarbeit mit Basketballstar Steph Curry ist fĂŒr 129,99 Euro erhĂ€ltlich.
