Framework-Datenleck: Metabase-Lücke (CVSS 10.0) kompromittiert Kundendaten
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 17:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Hardware-Unternehmen Framework hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, bei dem Kundendaten durch die Ausnutzung einer kritischen Schwachstelle in der Analyse-Software Metabase entwendet wurden. Wie das Unternehmen mitteilte, nutzten Angreifer eine Zero-Day-Lücke mit der höchstmöglichen Risikobewertung von CVSS 10.0 aus. Eine spezifische CVE-Kennung für diesen Exploit liegt derzeit noch nicht vor.
Der Angriff auf die Systeme von Framework ereignete sich Anfang August 2026. Dabei gelang es den Akteuren, Zugriff auf ein Administrator-Konto zu erlangen. Im Zuge des Vorfalls wurden insgesamt 54 Abfragen ausgeführt. Zudem erstellten die Angreifer einen API-Schlüssel, der dazu genutzt wurde, Daten aus der Umgebung zu exfiltrieren. Framework gab an, die betroffenen Kunden noch am selben Tag des Angriffs informiert zu haben. Parallel dazu wurden die zuständigen Behörden eingeschaltet und betroffene Zugangsdaten geändert.
Umfang der kompromittierten Kundendaten
Nach Angaben von Framework umfasst das Datenleck eine Vielzahl personenbezogener Informationen. Zu den exfiltrierten Daten gehören Namen, E-Mail-Adressen und IP-Adressen der Nutzer. Darüber hinaus sind Rechnungs- und Lieferadressen, Firmennamen, Telefonnummern sowie steuerlich relevante Informationen betroffen. Das Unternehmen stellte jedoch klar, dass Zahlungs- und Bestelldaten nicht von dem Abfluss betroffen seien.
Infolge des Vorfalls kündigte Framework an, den Datenaustausch mit Analyse-Plattformen grundlegend zu überprüfen. Kunden des Unternehmens reagierten Berichten zufolge verärgert auf die Nachricht über den Sicherheitsbruch.
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Details zur Schwachstelle in Metabase
Die Analyse des Angriffsmusters bei Metabase ergab, dass die Angreifer über bestimmte API-Endpunkte vorgingen. Durch gezielte Anfragen zum Zurücksetzen von Passwörtern und zum Abrufen von Benutzerprofilen konnte eine SQL-Injektion durchgeführt werden. Dies ermöglichte es den Angreifern, Administrator-Rechte zu erlangen, Zugangsdaten zu stehlen und sensible Datenbestände auszulesen. Die Schwachstelle betrifft nach vorliegenden Informationen die Metabase-Versionen 58 bis 63.
Metabase informierte Framework am 6. August 2026 über die Einzelheiten des Vorfalls. Während Cloud-Instanzen des Dienstes bereits durch den Anbieter abgesichert wurden, bleiben selbst gehostete Installationen verwundbar, sofern sie nicht aktualisiert werden. Der Hersteller hat mittlerweile Patches für verschiedene Versionsstränge veröffentlicht, namentlich die Versionen x.58.24, x.59.21, x.60.17, x.61.11, x.62.9 sowie x.63.5.
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Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen für Administratoren
Als sofortiger Workaround wird die Blockierung des API-Endpunkts für Passwort-Resets empfohlen, um das Risiko einer Ausnutzung zu minimieren. Der CEO von Metabase, Sameer Al-Sakran, betonte die Notwendigkeit weitreichender Sicherheitsmaßnahmen. Er riet dazu, sämtliche bestehenden Sitzungen zu widerrufen, API-Schlüssel gründlich zu prüfen und alle Zugangsdaten zu rotieren. Zudem sollten Administratoren ihre Konten auf unbefugte Zugriffe oder verdächtige Aktivitäten untersuchen, um die Sicherheit ihrer Instanzen zu gewährleisten.
