Frauengesundheit, Millionen

Frauengesundheit: 170 Millionen mit PMOS kämpfen gegen Insulinresistenz

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 00:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: Bewegung mit Atemtechnik kann Fettverbrennung fördern. DGEM warnt vor Muskelabbau durch GLP-1-Präparate.

Frauen über 40: Neue Ansätze gegen Insulinresistenz und Muskelabbau
Frauen in einem Fitnesskurs, die Dehnübungen machen, um Bewegung und Entspannung in den Wechseljahren zu fördern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Metabolische Störungen, Muskelerhalt und spezielle Bewegungsangebote rücken die Gesundheit von Frauen über 40 in den Fokus der Wissenschaft. Weltweit sind schätzungsweise 170 Millionen Frauen vom polyzystischen metabolischen Ovarsyndrom (PMOS) betroffen. Rund 85 Prozent der Patientinnen weisen eine Insulinresistenz auf.

Medikamente und Risiken

Der Grundumsatz des Körpers bleibt bis zum 60. Lebensjahr weitgehend stabil. Das zeigt eine 2021 im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie mit 6.000 Probanden. Dennoch bleibt die Behandlung von Stoffwechselstörungen wie PMOS eine Herausforderung.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat im Mai 2026 eine orale Semaglutid-Tablette empfohlen. Die Marktzulassung wird für Mitte August erwartet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) warnte jedoch im Juli 2026 vor dem Einsatz von GLP-1-Präparaten. Die Experten befürchten einen möglichen Abbau von Muskelmasse unter der Therapie.

Parallel forscht die Wissenschaft zu Verhaltenstraining. Die Universität Gießen plant für November 2026 den Start der EASE-Studie. Sie untersucht die Effekte intuitiven Essens.

Bewegung: Weniger ist manchmal mehr

Nur 23 Prozent der Frauen erreichen die Bewegungsempfehlungen der WHO. Um die Hürden zu senken, kombinieren neue Methoden moderate Bewegung mit Atemtechniken.

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Nur 23% der Frauen erreichen die WHO-Bewegungsziele – dabei kann schon ein 45-minütiger Spaziergang mit dem Acht-Schritte-Atemzyklus die Fettverbrennung ankurbeln. Entdecken Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie Insulinresistenz mit sanfter Bewegung in den Griff bekommen. Jetzt kostenlosen Bewegungsplan anfordern

Eine spezifische Gehtechnik mit rhythmischer Atmung soll die Fettverbrennung und den Stressabbau fördern. Der Acht-Schritte-Atemzyklus funktioniert so: drei Schritte einatmen, einen Schritt Pause, drei Schritte ausatmen, einen Schritt Pause. Fachleute empfehlen 45 bis 60 Minuten pro Einheit, drei- bis fünfmal wöchentlich. Das verbessert neben der Muskelaktivierung auch die Schlafqualität.

Für die Altersgruppe ab 55 Jahren etablieren sich spezialisierte Formate. Dazu gehören Ballettkurse wie die „Silver Swans“. Auch Pilates, Tai-Chi und Sturzpräventionstraining werden ab Spätsommer 2026 vermehrt von regionalen Bildungsträgern angeboten.

Psyche und ganzheitliche Ansätze

Die Verzahnung von Bewegung und mentalem Wohlbefinden gewinnt an Bedeutung. Rehabilitationssport für die Psyche setzt oft eine ärztliche Verordnung voraus und zielt auf die Stabilisierung bei psychischen Erkrankungen ab.

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Regionale Initiativen setzen auf naturbezogene Ansätze: geführte Waldexkursionen mit integrierten Atemübungen sollen zur inneren Ruhe beitragen. Diese Maßnahmen verknüpfen soziale Interaktion mit körperlicher Ertüchtigung.

Auch Board-Yoga findet Eingang in das öffentliche Gesundheitsangebot. Die Übungen auf instabilen Untergründen fordern die Tiefenmuskulatur besonders. Ab August und September 2026 erweitern Volkshochschulen ihr Programm um Yoga, Qi Gong und Aqua-Fitness. Die Gebühren für Präventionskurse liegen zwischen 30 und 115 Euro.

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