Fünf-Minuten-Pausen: Gehstrecken senken Büro-Müdigkeit um 1,41 Punkte
28.06.2026 - 10:51:23 | boerse-global.de
Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung zeigt: Die Methode hilft zwar beim Abnehmen, verbessert aber Blutzucker, Blutdruck und Cholesterinwerte nicht signifikant.
Die Forscher untersuchten 31 übergewichtige Frauen, die zeitrestriktives Essen (Time-Restricted Eating, TRE) praktizierten. Zwar nahmen die Teilnehmerinnen ab – die entscheidenden Gesundheitsmarker blieben jedoch unverändert.
Die Studienautoren vermuten: Die beobachteten Vorteile gehen vor allem auf die reduzierte Kalorienzufuhr zurück, nicht auf die zeitliche Begrenzung. Trotzdem beeinflusst TRE die inneren Uhren des Körpers, die sogenannten zirkadianen Rhythmen.
Das Deutsche Ärzteblatt berichtet parallel, dass Intervallfasten grundsätzlich den Stoffwechsel ankurbeln kann. Die Wirkung hängt aber stark von der individuellen Stoffwechsellage ab.
Fünf Minuten Bewegung gegen Büro-Müdigkeit
Neben der Ernährung rückt die Pausengestaltung in den Fokus. Eine Studie im British Journal of Sports Medicine mit 11.484 Teilnehmern zeigt: Fünfminütige Gehpausen alle 60 Minuten senken die Müdigkeit um 1,41 Punkte.
Auch die Leistung profitiert: Das Engagement stieg um vier bis sieben Prozent, die allgemeine Leistung um ein bis drei Prozent. Experten sehen in diesen kurzen Aktivitätsphasen ein wirksames Mittel gegen Bewegungsmangel im Büro.
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Biorhythmus als neuer Arbeitsfaktor
Immer mehr Unternehmen setzen auf Chronoworking – Arbeitszeiten, die zum individuellen Rhythmus passen. Die Klinik Wartenberg in Bayern testet ein solches Modell.
Eine japanische Studie mit über 8.000 Büroangestellten belegt: Besonders Spättypen leiden unter Produktivitätsverlusten, wenn sie gegen ihren natürlichen Rhythmus arbeiten müssen.
Auch bei der Ernährung bei Hitze raten Fachleute zu Individualität. Es gebe keine universelle Kostform für heiße Tage, die Verträglichkeit sei stoffwechselabhängig. Ernährungsforscher empfehlen, auf Körpersignale zu achten und nur bei Hunger zu essen. Ein Frühstück sei nicht zwingend nötig. Interessant: Capsaicin aus Chili soll kühlend wirken.
Luftverschmutzung als größtes Herzrisiko
Die kardiologische Forschung warnt vor Umweltfaktoren. Laut Erhebungen des Max-Planck-Instituts stellt Luftverschmutzung das größte Gesundheitsrisiko dar. Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid schädigen nachweislich das Herz-Kreislauf-System und erhöhen die Sterblichkeit.
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Weitere Risikofaktoren: unregelmäßiger Schlaf, soziale Isolation und Stress in Kombination mit niedrigem Einkommen. Auch Fleischkonsum und Cannabisabhängigkeit werden mit einem höheren Herzinfarktrisiko in Verbindung gebracht.
Positiv: Grüner Tee soll präventiv wirken. Zudem zeigen Daten, dass die Sterblichkeit durch Herzerkrankungen bei Kindern nach einer Krebstherapie rückläufig ist.
