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Galaxy Glasses: Samsung plant KI-Brillenstart mit Gemini im November

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 17:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung plant eine displaylose KI-Brille mit Gemini, bis zu neun Stunden Laufzeit und Aufnahmeanzeigen; Preis und Starttag bleiben offen.

Samsung Galaxy Glasses: KI-Brille soll im November 2026 starten
Eine minimalistische, helle Werkstatt mit Holztischen und Werkzeugen in einer ruhigen, professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics plant für November 2026 den Marktstart seiner ersten KI-Brille unter der Bezeichnung Intelligent Eyewear, auch bekannt als Galaxy Glasses. Ein genaues Veröffentlichungsdatum sowie der endgültige Verkaufspreis stehen derzeit noch nicht fest. Das Gerät tritt in ein dynamisch wachsendes Marktsegment ein, das jedoch von anhaltenden Datenschutzbedenken in der Öffentlichkeit begleitet wird.

Technische Ausstattung und Zusammenspiel mit Google

Das Modell verzichtet auf ein integriertes Display und setzt stattdessen auf eine Konstruktion mit Kamera, Mikrofonen und Lautsprechern. Die visuelle und akustische Erfassung der Umgebung übernimmt das KI-System Gemini über ein drahtlos verbundenes Galaxy-Smartphone, während Audio-Rückmeldungen über die Bügellautsprecher ausgegeben werden.

Zu den vorgesehenen Einsatzbereichen zählen Fragen zu im Blickfeld befindlichen Objekten, Navigation, Übersetzungen in Echtzeit, Zusammenfassungen von Textnachrichten, allgemeine Benachrichtigungen, Unterstützung bei Telefongesprächen sowie die Aufnahme von Fotos.

Technisch basiert das System auf der Plattform Android XR, die in Kooperation mit Google entwickelt wurde. Bei der Gestaltung der Fassungen arbeitet der Konzern mit den Brillenmarken Gentle Monster und Warby Parker zusammen, um unterschiedliche Designvarianten anzubieten.

Aus Zulassungsunterlagen der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde FCC gehen die Modellnummern SM-O200J und SM-O200P sowie weitere Varianten von SM-0201J bis SM-0205J und SM-0201P bis SM-0204P hervor.

Die Einträge belegen einen Einschaltknopf an der Bügelinnenseite, Unterstützung für Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 5.3 LE mit Übertragungsraten von bis zu 2 Mbit/s. Neben Sprachbefehlen wird ein berührungsempfindliches Steuerelement am Brillenbügel vermutet. Berichte über eine 12-Megapixel-Kamera und den Prozessor Qualcomm Snapdragon AR1 Gen 1 sind bislang nicht offiziell bestätigt.

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Akkulaufzeit, Datenschutz und gesellschaftliche Vorbehalte

Samsung beziffert die Betriebszeit auf bis zu 9 Stunden aktiver Nutzung pro Akkuladung, während das mitgelieferte Ladeetui mehr als 7 vollständige Zusatzladungen ermöglichen soll. Die tatsächliche Ausdauer hängt dabei von Netzwerkbedingungen, App-Nutzung und Systemeinstellungen ab.

Beim Gewicht zielt das Unternehmen laut Berichten auf einen Wert ab, der bis zu 5 Gramm unter dem Basismodell der Ray-Ban Meta mit 51 Gramm beziehungsweise 51,5 Gramm liegen könnte. Frühere Berichte verorten den möglichen Preis über dem Einstiegswert der Meta-Modelle von rund 300 US-Dollar.

Das Erfassen des öffentlichen Raums durch tragbare Kameras stößt jedoch auf Vorbehalte: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov halten 54 Prozent der US-Amerikaner das Aufnehmen und Teilen von Bildern fremder Personen an öffentlichen Orten ohne vorherige Zustimmung meist oder immer für inakzeptabel.

Vor diesem Hintergrund signalisieren innere und äußere LED-Leuchten an der Brille laufende Aufnahmen. Zudem soll der Aufzeichnungsvorgang automatisch enden, wenn das Gerät abgenommen wird, und die Kamera sich abschalten, falls die äußere Anzeige verdeckt wird. Im Juli führte bereits Südkoreas Datenschutzkommission diesbezügliche Gespräche mit Samsung.

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Marktumfeld und globale Ausrollung

Die erste Veröffentlichungswelle soll nach früheren Angaben von Samsung Australia zunächst die USA und Südkorea umfassen; für den australischen Markt liegt für diese Phase ebenso wenig eine Bestätigung vor wie für einen Marktstart in der Schweiz. Eine zweite Gerätegeneration mit Display befindet sich nach Branchenangaben bereits in Entwicklung und wird für Ende 2027 oder das erste Halbjahr 2028 gehandelt.

Das Marktumfeld verzeichnet ein starkes Wachstum: Nach Daten des Analysehauses Counterpoint Research legten die weltweiten Auslieferungen von KI-Brillen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 263 Prozent zu.

Displaylose Ausführungen machten dabei 96 Prozent des Volumens aus, wobei Meta dieses Segment mit einem Marktanteil von 94 Prozent dominierte. Für den gesamten Bereich smarter Brillen prognostiziert das Marktforschungsunternehmen IDC für 2026 ein Lieferungsplus von 26,3 Prozent, gefolgt von einem weiteren Anstieg um 40,5 Prozent im Jahr 2027.

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