Gaming-Monitore: 680 Hertz und OLED-Revolution auf der Computex
04.06.2026 - 19:10:42 | boerse-global.de
Die diesjĂ€hrige Computex in Taipeh hat eine Welle neuer Gaming-Monitore hervorgebracht, die mit atemberaubenden Bildwiederholraten und innovativen Display-Technologien aufwarten. Hersteller wie MSI, Asus und Samsung Display zeigen, wohin die Reise geht â und der deutsche Markt profitiert direkt von diesen Entwicklungen.
Dreifach-Modi und Rekord-Taktung
Ein zentraler Trend der Messe: Monitore, die je nach Spiel und Anforderung zwischen verschiedenen Auflösungen und Bildwiederholraten umschalten können. MSI prĂ€sentierte mit dem MPG OLED 322URDX36 einen 31,5-Zöller, der auf fĂŒnfter Generation QD-OLED-Technologie basiert. Das Besondere: Der Nutzer wĂ€hlt zwischen 4K bei 360 Hertz, 1440p bei 520 Hertz oder 1080p bei stolzen 680 Hertz. Mit einer Spitzenhelligkeit von 1.500 Nits und einer speziellen Schutzschicht verspricht das GerĂ€t tiefe Schwarztöne und Kratzfestigkeit.
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Samsung Display zog nach und zeigte ein eigenes 31,5-Zoll-QD-OLED-Panel mit nativer 4K-Auflösung bei 360 Hertz. Im Dual-Mode sind bis zu 680 Hertz in Full HD möglich. Die Massenproduktion soll in der zweiten JahreshĂ€lfte 2026 anlaufen â gute Nachrichten fĂŒr europĂ€ische PC-Hersteller.
Asus wiederum setzt mit dem ROG Strix OLED XG259QWPG Ace auf das E-Sport-Segment. Der 24,5-Zöller erreicht 540 Hertz bei einer Reaktionszeit von 0,2 Millisekunden. Die verbaute Tandem-WOLED-Technologie bringt laut Hersteller 15 Prozent mehr Spitzenhelligkeit und eine um 60 Prozent verlÀngerte Lebensdauer.
Helligkeitsoffensive und Ultrabreit-Formate
Die Hersteller treiben auch die Leuchtkraft in neue Dimensionen. TCL North America kĂŒndigte drei QD-Mini-LED-Monitore an, darunter das Flaggschiff C2A Pro mit ĂŒber 2.300 Dimming-Zonen und 2.000 Nits Spitzenhelligkeit. Der 27-Zoll-4K-Bildschirm schaltet im Dual-Mode auf bis zu 320 Hertz hoch. Ab Ende Juni soll er fĂŒr umgerechnet rund 750 Euro erhĂ€ltlich sein.
Alienware bringt mit dem AW3926QW einen 39-Zoll-5K-OLED-Monitor. Bei nativer Auflösung lĂ€uft er mit 165 Hertz, im 1080p-Modus sind 330 Hertz drin. Der Start in Asien ist fĂŒr Ende Juni geplant, Europa und Nordamerika folgen im Herbst.
Gigabyte zeigte seine Aorus-Elite-Serie mit zwei Tandem-OLED-Modellen und einem 5K-Mini-LED-Display. Die OLED-Varianten in 27 und 32 Zoll erreichen 1.500 Nits. Acer ergÀnzte das Angebot mit dem Predator X34 F1, einem 34-Zoll-QD-OLED mit 360 Hertz, und dem Nitro XV273U F5, der per Dynamic-Frequency-Rate-Technologie bis zu 1.000 Hertz schafft.
Nischen und Spezialanwendungen
Neben reinen Gaming-Displays gab es auch ausgefallene Konzepte. Acers Predator XB273K 3D kommt ohne Spezialbrille aus â eine Augen-Tracking-Kamera erzeugt den rĂ€umlichen Effekt. Der Preis: rund 1.200 Euro, Marktstart im vierten Quartal 2026.
FĂŒr Kreative brachte Acer den ProDesigner PE320QK G0, einen 4K-QD-OLED mit hoher Farbgenauigkeit und 120 Hertz. Asus wiederum zeigte mit dem ZenScreen Color ePaper ein portables 13,3-Zoll-Display auf E-Paper-Basis, das ĂŒber 4.000 Farben darstellen kann.
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Markt im Aufwind
Die Innovationswelle kommt nicht von ungefÀhr. Der OLED-Monitor-Markt wuchs im ersten Quartal 2026 um 78 Prozent im Jahresvergleich. 2025 wurden weltweit 2,7 Millionen Einheiten verkauft. Marktforscher sehen Asus mit 24 Prozent Marktanteil vorn, gefolgt von Samsung (16,4 Prozent) und MSI (12,2 Prozent).
Der Wettbewerb zeigt auch Preiseffekte: Der Asus ROG Swift PG32UCDMR, ein 32-Zoll-4K-QD-OLED, verbilligte sich um 31 Prozent auf rund 850 Euro â ein klares Zeichen, dass die neue Generation die Preise der VorgĂ€nger drĂŒckt.
